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13. September 2010 | Allgemeines

„ZeitungZeit Nordrhein-Westfalen – Selbständigkeit macht Schule“ fördert die Medien- und

Bundesweit größte Zeitungsinitiative für Schulen startet heute mit

Am 13. September 2010 startet die bundesweit größte Zeitungsinitiative „ZeitungsZeit Nordrhein-Westfalen - Selbstständigkeit macht Schule“ in den Schulen des Landes. Über 50.000 Neuntklässler in 860 Schulen von der Förderschule bis zum Gymnasium bekommen während der nächsten drei Monate eine regionale Tageszeitung in die Schule geliefert. Ziel der landesweiten Initiative ist es, die Medien- und Lesekompetenz sowie die Kultur der Selbstständigkeit zu fördern. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die ökonomische Bildung. Zeitung lesen weckt besonders dann nachhaltiges Interesse, wenn die Zeitung in der Schule und in der Familie gelesen wird. Deshalb kann die Tageszeitung im dritten Monat mit Einverständnis der Eltern auch nach Hause geliefert werden. Die auf zwei Jahre angelegte Initiative wurde von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und dem Zeitungsverlegerverband NRW ins Leben gerufen. Sie hat ein Volumen von insgesamt bis zu 20 Millionen Euro und wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und von den Zeitungsverlagen aus Nordrhein-Westfalen finanziert. Nahezu alle Tageszeitungsverlage in Nordrhein-Westfalen beteiligen sich an ZeitungsZeit.

„Der richtige Umgang mit den klassischen Medien wie Tageszeitungen wird gerade durch das Internet immer wichtiger. Wie bewerte ich Informationen und in welchem Zusammenhang stehen sie? Es ist eine tolle Chance, dass jetzt so viele Jugendliche landesweit darin geschult werden“, sagt Medienministerin Angelica Schwall-Düren zum Auftakt der Initiative. Schulministerin Sylvia Löhrmann erläutert zur Arbeit mit den Zeitungen im Unterricht: „Guter Unterricht fördert Schülerinnen und Schüler in ihren individuellen Stärken und Interessen. Zeitungen sind dafür ein ideales Instrument, denn sie bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte aus der Lebenswelt der Jugendlichen und tragen zur politischen Bildung in unserer Demokratie bei.“ Neben den regionalen Tageszeitungen erhalten die Schulen ebenfalls kostenfrei für zwei Wochen im November eine Boulevardzeitung, wenn sie dies wünschen. Zusätzlich stellt ZeitungsZeit Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte bereit, bietet Qualifizierungsveranstaltungen, Wettbewerbe und Ferienangebote zum Thema unternehmerische Selbstständigkeit.

Die Schulen und Zeitungsverlage in Nordrhein-Westfalen Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger betont besonders diesen Aspekt des Projekts: „Ich freue mich sehr über den wirtschaftlichen Schwerpunkt von ZeitungsZeit. Denn gerade um wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen, bietet die Tageszeitung eine Fülle an praxisnahem Material.“ Dies reicht von Berichten über die regionale Wirtschaft, den Arbeitsund Ausbildungsmarkt, Portraits regionaler Unternehmen bis hin zu wichtigen wirtschaftlichen Trends und der regionalen Wirtschaftsstruktur. Christian Nienhaus, Vorsitzender des Zeitungsverlegerverbandes Nordrhein-Westfalen, sieht den größten Gewinn für Jugendliche im Praxisbezug und der regionalen Kompetenz der Tageszeitung: „Gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen wird immer schwieriger. Lokale Tageszeitungen berichten aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Dass die Schulen sie mit der Tageszeitung vertraut machen, ist sehr sinnvoll, damit sie dieses Medium als zuverlässige regionale Informationsquelle kennen und schätzen lernen.“

„Mit der Initiative werden in den Schulen die Grundlagen geschaffen, sich in weiterführenden Projektangeboten intensiv und praxisorientiert auch mit dem Thema Berufsorientierung auseinander zu setzen“, erklärt Roland Berger, Vorstand der Stiftung Partner für Schule NRW, die die Initiative umsetzt. „ZeitungsZeit Nordrhein-Westfalen – Selbstständigkeit macht Schule“ ist eine Initiative der nordrhein-westfälischen Landesregierung in Zusammenarbeit mit dem Zeitungsverlegerverband NRW, den nordrhein-westfälischen Zeitungsverlagen, der Landesanstalt für Medien NRW, der Journalistenschule Ruhr und allen weiterführenden Schulen. Durchgeführt wird sie von der Stiftung Partner für Schule NRW.

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