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06. September 2001 | Allgemeines

Zeitungszustellung in Österreich verteuert sich erheblich

Verleger schlagen Alarm: „Brandrodung im Blätterwald

Österreichs Verleger schlagen Alarm. Nach der Streichung sämtlicher Subventionen könnten überhöhte Preise für die Hauszustellung von Printmedien zu einem neuen Zeitungssterben führen und somit die Demokratie des Landes gefährden, warnte Mitte August der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ).

Die Verleger sprechen von einer „Brandrodung im Blätterwald“ durch die Regierung und werfen Finanzminister Karl Heinz Grasser (FPÖ) medienfeindliches Verhalten sowie politische Verantwortungslosigkeit vor. Die Zustellung einiger Zeitungen werde sich in den nächsten Jahren um bis zu 400 Prozent verteuern, was existenzbedrohend sei, erklärte der VÖZ.

„Die dramatischen Tariferhöhungen bedeuten für eine Reihe von Zeitungen und Zeitschriften das Aus. Dies ist politisch verantwortungslos“, hieß es in einem Inserat, das in den ersten Augustwochen in den wichtigsten Zeitungen Österreichs ganzseitig abgedruckt wurde. „Letztlich sagen Sie damit auch Nein zur Medien- und Meinungsvielfalt, die für die Demokratie unverzichtbar sind“, warfen die Verleger Grasser in aller Schärfe vor.

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, will Finanzminister Grasser bei der Presseförderung sparen. Die gesetzlichen Bestimmungen über den Zeitungsversand seien zum Jahresende 2000 außer Kraft gesetzt worden. Die Post könne ihre Tarife daher frei bestimmen. Die ausbleibenden Subventionen lassen nach Berechnungen der Post ein Defizit von 951 Millionen Schilling (135 Millionen Mark) entstehen, das durch entsprechend erhöhte neue Tarife ausgeglichen werden müsse.

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