Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

14. Oktober 2003 | Allgemeines

Zeitungsverleger: Wirtschaftliche Lage zwingt zu neuer Tarifpolitik

Regelungen für Verlagsangestellte anpassen

Die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage zwingt nach Auffassung des BDZV zu Korrekturen in der Tarifpolitik.

Die Zeitungsbranche erlebe mittlerweile im dritten Jahr zweistellige Einbrüche im Anzeigengeschäft und es sei keine Besserung in Sicht, erklärte der Verhandlungsführer des BDZV, Werner Hundhausen, am 10. Oktober 2003 in Frankfurt/Main in der ersten Verhandlungsrunde über einen neuen Gehalts- und Manteltarifvertrag für Redakteure an Tageszeitungen. Auch sei nicht absehbar, wie viel des verlorenen Anzeigenvolumens bei einer verbesserten Konjunkturlage wieder in die Zeitung zurückkehre. Es sei zu befürchten, dass weite Teile der Rubrikanzeigen künftig im Internet veröffentlicht würden.

 

Auf diese Gegebenheiten muss sich nach Auffassung der Verleger auch die Tarifpolitik einstellen. „Es geht um die Zukunft der Verlagsunternehmen und damit um die Sicherung von Arbeitsplätzen“, sagte Hundhausen. Dabei wollten die Verleger keineswegs eine generelle Absenkung des Tarifniveaus, sondern wollten sozialverträgliche Lösungen. Sie fordern eine Anpassung des Urlaubsgeldes an das Niveau der Verlagsangestellten und der Beschäftigten in den Zeitungsdruckereien. Gleiches gilt für die Anzahl der Urlaubstage. Außerdem wurde eine Verlängerung der tariflichen Wochenarbeitszeit (36,5 Stunden) ins Gespräch gebracht. Darüber hinaus verlangt der BDZV im Gehaltstarifvertrag eine Korrektur bei der Anrechnung der Berufsjahre.

 

Den Vorschlag der Gewerkschaften, für einzelne Verlage tarifliche Öffnungsklauseln zu schaffen, bewertete der BDZV als nicht ausreichend. Dies sei allenfalls eine ergänzende Maßnahme. Eine Reform der Tarifverträge sei für alle Verlage gleichermaßen wichtig. Dies sei zudem die Voraussetzung, den Flächentarifvertrag zu sichern.

zurück