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16. Mai 2011 | Allgemeines

Zeitungsverleger verurteilen Angriffe auf Pressefreiheit

BDZV-Präsident Helmut Heinen zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai

Die deutschen Zeitungsverleger haben die weltweiten Angriffe auf die Freiheit der Presse scharf verurteilt. Es sei nicht zu ertragen, wie das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit in vielen Ländern der Welt ignoriert werde, sagte BDZV-Präsident Helmut Heinen in Berlin. An-lässlich des „Internationalen Tags der Presse-freiheit“ wies Heinen darauf hin, dass rund um den Globus Journalisten, Redakteure und Verleger verfolgt, verhaftet und ermordet würden, „nur, weil sie ihrer Arbeit nachge¬hen“. Publikationen würden zensiert und ver¬boten, Verlage geschlossen, weil sie den je¬weiligen Machthabern missliebig seien.

Mit Blick auf die politischen Entwicklungen in Ägypten und Nordafrika äußerte Heinen die Hoff­nung, dass die Herausbildung neuer demokrati­scher Strukturen zu einer unabhängigen Presse führen werde, die ohne Angst vor Repressalien durch totalitäre Systeme arbeiten könne.

„Verstöße gegen die Pressefreiheit geschehen täglich, vor unser aller Augen und auch ganz in unserer Nähe“, sagte der BDZV-Präsident weiter und verwies in diesem Zusammenhang unter anderem auf das vor wenigen Monaten von der ungarischen Regierung erlassene und seither EU-weit diskutierte Mediengesetz, wonach Rundfunkveranstalter, Zeitungen und Zeitschrif­ten in Ungarn bei Androhung hoher Geldbußen „politisch ausgewogen“ zu berichten hätten.

Heinen erinnerte ferner daran, dass im vergan­genen Jahr 58 Journalisten und Medienmitarbei­ter bei der Ausübung ihres Berufs oder wegen ihrer Veröffentlichungen getötet wurden. Weltweit befänden sich darüber hinaus derzeit mindestens 151 Journalisten in Haft, darunter auch der dies­jährige Träger der „Goldenen Feder der Freiheit“, der Journalist Dawit Isaak aus Eritrea. Für Jour­nalisten und Verleger, Dichter und Autoren, die wie Isaak häufig jahrelang und unter menschen­unwürdigen Bedingungen inhaftiert seien, be­deute die rege Wachsamkeit und das Engage­ment der internationalen freien Presse „oft die einzige Rettung vor der Verfolgungswut totalitärer Regime“, betonte der BDZV-Präsident.

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