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22. Juli 2010 | Allgemeines

Zeitungsverleger kritisieren „systematisches Abgreifen von Inhalten“

ZVNRW-Vorsitzender Christian Nienhaus fordert beim medienforum.nrw eigenes Leistungsschutzrecht für Presseverlage

„Unternehmen wie Google leben davon, systematisch unsere Inhalte abzugreifen. Deswegen brauchen wir ein eigenes Leis-tungsschutzrecht, um unser Eigentum zu schützen.“ Das erklärte am 29. Juni 2010 der Vorsitzende des Zeitungsverlegerbands Nordrhein-Westfalen (ZVNRW) und Geschäfts-führer der Mediengruppe WAZ (Essen), Chris-tian Nienhaus, beim Internationalen Printgipfel in Köln. Das aus dem Jahr 1965 stammende Urheberrecht bilde, auch ange¬sichts der rasanten Entwicklung des Inter¬nets, die veränderte Wirklichkeit in diesem Bereich nicht mehr ab. Eine Anpassung durch ein eigenes Schutzrecht für Presseverlage sei also dringend geboten.

Anlässlich des Verleger-Gipfels kritisierte Nien­haus ferner die schrankenlose Expansion von ARD und ZDF im Internet. Der mit dem jüngsten Rundfunkänderungsstaatsvertrag zwingend ein­geführte Drei-Stufen-Test würde bei mobilen An­wendungen von den öffentlich-rechtlichen Rund­funksendern „glatt ignoriert“. Ein „unkritisches Durchwinken textlastiger Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Internet durch die Auf­sichtsgremien beeinträchtigt nachhaltig die Ent­wicklungsperspektiven der privaten Medien“, betonte Nienhaus.

Als ein Beispiel sinnvoller Partnerschaft zwi­schen Zeitungsverlagen, dem Bundesland Nordrhein-Westfalen und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung würdigte der ZVNRW-Vorsitzende das Leseprojekt „Zeitungs­Zeit Nordrhein-Westfalen – Selbstständigkeit macht Schule“. Landesweit erhalten dabei alle Schüler der 9. Klassen drei Monate lang unent­geltlich täglich eine Zeitung (BDZV-Intern be­richtete in Nr. 10/2010). Bei dem bundesweit bisher größten Leseförderungsprojekt für Schüler können bis zu 450.000 junge Menschen in NRW erreicht werden.

Ein Interview mit Christian Nienhaus, das die dpa im Vorfeld des medienforum.nrw geführt hat, findet sich auf der BDZV-Homepage www.bdzv.de.

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