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08. Februar 2011 | Allgemeines

Zeitungsverleger fordern Transparenz und Planungssicherheit von Apple

ENPA und BDZV diskutieren Umgang mit iPad-Anbieter

Der Europäische Zeitungsverlegerverband (ENPA) hat Apple aufgefordert, den Verlagen einen freien Zugang zum iPad zu gewähren, ohne ein bestimmtes Geschäftsmodell vorzuschreiben. „Zeitungsverlage sollten die Freiheit haben, zwischen verschiedenen Bezahlsystemen für ihre Leser zu wählen und die Preise dafür auszuhandeln“, heißt es in einer Mitteilung des Verbands am 7. Februar 2011.

artikel Voll-24975-orgDazu erklärte ENPA-Vizepräsident Valdo Lehari jun., Verleger des „Reutlinger General-Anzeigers“: „Zwar bleiben die Print-Ausgabe einer Tageszeitung das Herz der Produktion, doch die Geschäftsmodelle für Online, Mobilfunk und Print seien oftmals miteinander verschränkt.“ Vor diesem Hintergrund müsste es Verlagen erlaubt sein, Print-Abos mit Digitalausgaben kombinieren zu dürfen, doch dies werde derzeit von Apple in Frage gestellt.

 

Auch der Expertenkreis E-Publishing des BDZV beriet am 8. Februar 2011 über strittige Fragen bei Gestaltung und Rahmenbedingungen von Zeitungs-Apps. „Apple ist und bleibt ein wichtiger Geschäftspartner“, erklärte BDZV-Sprecher Hans-Joachim Fuhrmann der Nachrichtenagentur dpa. Aber, „was uns derzeit von Apple beschert wird, macht uns nicht glücklich“. Vor allem die „diffuse Kommunikationspolitik von Apple“ beklagten einige Verlage. So sei einigen erklärt worden, es könnten keine Apps genehmigt werden, bei denen Abonnements außerhalb des iTunes-Stores abgeschlossen werden könnten. Anderen sei angedeutet worden, dass dies zwar möglich sei, dass es aber einen Hinweis auf eine parallele Bestellmöglichkeit bei iTunes geben müsse.

 

Die Zeitungsverlage fordern von Apple Transparenz und Planungssicherheit für die Entwicklung ihrer Angebote auf dem iPad. Hierzu verwies ein Apple-Sprecher jedoch auf eine Ankündigung des für iTunes zuständigen Managers Eddy Cue, dass es zum Thema Apps demnächst eine Mitteilung geben werde.

 

„Was wir auf jeden Fall von Apple brauchen, ist Planungssicherheit", sagte Fuhrmann. Für die Verlage sei die Pflege der Kundenbeziehungen unverzichtbar, und dazu gehörten auch die Kundendaten. Ähnliche äußerte sich auch die ENPA am Vortag – die den engen Kontakt zwischen Leser und Zeitungen als essentiell bezeichnete.

 

Mit dem Thema Apple wird sich auch das BDZV-Präsidium auf seiner turnusgemäßen Sitzung am 1. und 2. März 2011 beschäftigen.

Ort: Brüssel

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