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28. Dezember 2009 | Allgemeines

Zeitungsverleger fordern Stopp für kostenloses ARD-„Tagesschau“-App

Bundesregierung kritisiert Pläne der ARD

Der BDZV hat am 22. Dezember 2009 in Berlin das Vorhaben der ARD kritisiert, Inhalte der Nachrichtensendung „Tagesschau“ als so genanntes App kostenlos für Smartphones anzubieten. Damit drohe der gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche Sender, ein neues Geschäftsfeld der privatwirtschaftlich organisierten Presse bereits im Ansatz zu zerstören. Unverständnis äußerten die Zeitungsverleger über den Alleingang des Senders offenbar ohne Einbindung der Gremien. Vor diesem Hintergrund erwarte der BDZV einen Stopp aller weiteren Pläne für dieses neue Telemedienangebot.

Bernd Neumann BDZVPolitiker prangern "Tagesschau"-App an

 

Auch die Bundesregierung hat sich nun gegen die iPhone-Pläne der ARD gestellt. Staatsminister Bernd Neumann erklärte dazu am 25. Dezember 2009, der öffentlich-rechtliche Rundfunk sollte mit gebührenfinanzierten Angeboten nicht unnötig neue Geschäftsmodelle der privaten Anbieter gefährden.

 

iphone„Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss gerade in einer Zeit, in der die privaten Anbieter zum Teil ums Überleben kämpfen, nicht alles machen, was wünschenswert wäre“, betonte Neumann. Das gelte unabhängig von der Frage, ob die Staatsverträge ein solches Angebot zulassen oder nicht.

 

Neumann warf der ARD vor, einen neuen Markt mit Gebührengeldern auf problematische Art und Weise zu verzerren und neue private Geschäftsmodelle von Anfang an zu gefährden. „Private Medienanbieter brauchen einen gewissen Spielraum für Marktentwicklungen. Haben sie diesen nicht, wird das Nebeneinander von privaten und öffentlich-rechtlichen Medienanbietern für die Zukunft infrage gestellt“, so der Staatsminister abschließend.

 

Doch nicht nur von Neumann, sondern auch Medienexperten von CDU, SPD und FDP lassen kein gutes Haar an den ARD-Plänen: Das "Tagesschau"-App führe zu Wettbewerbsverzerrungen gegenüber privaten Anbietern, so der medienpolitische Sprecher der FDP, Burkhardt Müller-Sönksen.

 

CDU-Medienfachmann Wolfgang Börnsen stößt ins selbe Horn: Der Alleingang der ARD müsse beendet werden. Die ARD bringe mit dem Gratis-Angebot die Brüsseler Beihilfeentscheidung in Gefahr, was zu Lasten der gesamten Medienbranche ginge. ARD und ZDF gefährdeten die Medienvielfalt, weil sie dabei seien, ein marktbeherrschendes Kartell zu werden.

 

Der Medienexperte der SPD, Lars Klingbeil fordert in kress: "Wir müssen schnell zu einer neuen Gebührenordnung kommen, die dem digitalen Zeitalter und dem Leserverhalten jüngerer Konsumenten gerecht wird."

Foto: Bundesregierung.de; Florian Lemke/jugendfotos.de

Ort: Berlin

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