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06. September 2001 | Allgemeines

Zeitungsverlage wollen Briefe zustellen

Keine Schwierigkeiten mit der Post zu erwarten

Mehrere deutsche Zeitungsverlage wollen gemeinsam in den Postvertrieb einsteigen. Mit der Gründung eines Unternehmens sei allerdings frühestens zum Jahresende 2001 zu rechnen, gaben der Projektvorsitzende Karlheinz Nagel vom „Mannheimer Morgen“ und der Projektsprecher vom „Darmstädter Echo“, Peter Kemper, am 4. September 2001 in Mannheim bekannt.

Die Schaffung von Rahmenbedingungen für ein gemeinschaftliches Unternehmen für Postdienstleistungen sei die „konsequente und kontinuierliche Fortführung der Aktivitäten“ des so genannten Bad Kreuznacher Kreises. Hier hatten sich seit 1999 regionale Tageszeitungen zur Optimierung und Entwicklung logistischer Abläufe getroffen.

In einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur sagte dazu Karl Englisch, Mitglied der Geschäftsführung im Darmstädte Echo-Verlag, dass die Verlage gezwungen seien, für ihre Zeitungszusteller attraktivere Bedingungen zu schaffen. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass sich keine Mitarbeiter mehr für die frühe Arbeitszeit zwischen 4.00 Uhr und 6.00 Uhr morgens finden ließen. „Wir stellen bereits seit längerer Zeit Geschäftsbriefe zu und haben keine Schwierigkeiten mit der Post“, betonte Englisch. Der „Medium-Brief“ werde mit 94 Pfennig berechnet. Dieses im Vergleich mit der Post billigere Angebot sei möglich, da die Briefe nur im Verbreitungsgebiet der Zeitung ausgetragen würden. Durch eine Kooperation der Verlage könne diese Basis ausgebaut werden.

Eine „ernste Konkurrenz für die Post“ sei dagegen nach den Worten von Englisch nicht zu erwarten. Meldungen der Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ über die Gründung einer „Zweiten Deutschen Post“ wies er als Spekulation zurück. Die Verlage könnten nur in einem kleinen Marktsegment des Briefverkehrs Angebote machen: „Das kostet die Post nur wenige Prozente.“

Eine ausführliche Darstellung der jüngeren Entwicklungen bei der Briefzustellung durch Zeitungsverlage ist auch nachzulesen im Jahrbuch „Zeitungen 2001“ des BDZV, das Ende September erscheint und erstmals beim Zeitungskongress am 17. und 18. September 2001 in Berlin vorgestellt wird.

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