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22. Juli 2010 | Allgemeines

Zeitungsverlage setzen auf Paid Content

BDZV-Studie: Zahlungsbereitschaft der Nutzer wird unterschätzt

Paid Content wird in den kommenden Jah¬ren zu einer wichtigen Refinanzierungsmög¬lichkeit für Zeitungen. Künftig werden Verlage zwischen 20 und 30 Prozent ihrer Online-Um-sätze mit bezahlten Inhalten generieren. Mehr als die Hälfte der deutschen Zeitungshäuser unterhält bereits solche kostenpflichtigen Angebote im Netz; weitere 25 Prozent planen dies. Vor allem mobile Anwendungen, etwa die sogenannten Apps für das iPhone, stehen bei gut 40 Prozent der Verlage im Fokus der Paid-Content-Strategie. Das sind einige der zentralen Erkenntnisse einer vom BDZV in Auftrag gegebenen Studie, die am 29. April 2010 in Berlin präsentiert wurde.

Vom 20. Januar bis 25. Februar 2010 haben die Verlagsberaterin Katja Riefler und der Medi­enwissenschaftler und Strategieberater Robin Meyer-Lucht dafür Entscheider in 124 deutschen Zeitungshäusern befragt. Danach rechnet jedes fünfte Haus damit, dass in den kommenden drei Jahren aus Paid Content bis zu 40 Prozent des Umsatzes mit digitalen Medien erwirtschaftet wird. Weitere 35 Prozent erwarten bis zu 15 Pro­zent Umsatzanteil. „Die Tendenz ist eindeutig, die Verlage glauben an Bezahlinhalte im Netz und auf mobilen Endgeräten“, resümierte Katja Riefler. Dafür hätten sie auch gute Gründe: Bis­her werde die Bereitschaft der Nutzer, für exklu­sive Inhalte im Netz Geld auszugeben, deutlich unterschätzt. Wichtig für den Erfolg von Paid Content sei ein differenziertes Angebot für unter­schiedliche Nutzergruppen, erläuterte Robin Meyer-Lucht. Dabei müsse es den Verlagen vor allem gelingen, aus gelegentlichen Website-Be­suchern regelmäßige User zu machen. Derzeit seien 15 Prozent der Nutzer für rund 75 Prozent der Seitenaufrufe auf den Verlagswebsites ver­antwortlich. „Die Verlage haben bereits beeindru­ckende Reichweiten im Netz. Die Zahl der Uni­que User liegt bei 40 Prozent, daraus müssen die Verlage nun ein Stammpublikum machen“, er­gänzte Hans-Joachim Fuhrmann, Mitglied der BDZV-Geschäftsleitung. Dann würden kosten­pflichtige Internetangebote auch noch stärker als bisher angenommen.

Digitale Geschäftsmodelle stehen auch im Mit­telpunkt der Konferenz „Zeitung online“ am 8. und 9. Juni in Düsseldorf; zu diesem Branchentreff werden 300 Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwartet.

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