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23. November 2009 | Kinder-Jugend-Zeitung

Zeitungsrepublik in Herrenberg

Eine Aktion mit Vorbildcharakter: Wie der Verleger des „Gäuboten“ in Herrenberg, Rainer Schöllkopf, berichtet, wurde seine Zeitung im Sommer 2009 vier Tage lang zum offiziellen Organ des fiktiven Schulstaats Andreapolis. Schüler des Andreae-Gymnasiums Herrenberg (AGH) hatten diesen Schulstaat kurz vor den Ferien nach monatelanger Vorarbeit ausgerufen, der „Gäubote“ wurde in dieser Zeit zum „Andreapolitaner“ und stellten den jungen Leuten vier Erscheinungstage lang die Titelseite zur Verfügung.

Im Vorfeld hatte die Herrenberger Redaktion eine zehnköpfige Schülerredaktion aus publizistisch überwiegend unerfahrenen Jugendlichen zusammengestellt, die das Projekt journalistisch begleiten und jeden Tag eine ganze Zeitungsseite mit Texten, Fotos und Karikaturen füllen und produzieren sollten. Während der Projekttage (die morgens um 10.00 Uhr begannen und abends um 22.00 Uhr endeten) war ständig ein „Gäubote“-Redakteur in der Schule, um den Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Dabei arbeiteten die Jungredakteure von der Redaktionskonferenz über Seitenlayout, Recherche und Produktion selbstständig; nur den Umbruch übernahm der „Gäubote“-Redakteur vor Ort. An jedem der vier Erscheinungstage wurden 1.000 Exemplare des „Andreapolitaner“ gedruckt und von „Zeitungsjungen“ im Schulstaat gegen die Staatswährung „Andronen“ verkauft. Die übrigen Leser und Abonnenten des „Gäuboten“ erhielten ihre Tageszeitung im gewohnten Erscheinungs­bild, erfuhren jedoch im Lokalteil ausführlich vom Schul- und Schülerleben in „Andreapolis“.

Fazit des Verlegers: Junge Menschen begreifen Zeitung als ihr Medium, an dem sie teilhaben können, das ihre Inhalte transportiert. Der „Gäubote“ sei als Marke bei jungen Menschen auf breiter Basis verankert worden. Obendrein seien Nichtleser über die Schule und die Jugendlichen mit dem „Andreapolitaner“ als einem innovativen Leseangebot konfrontiert worden.

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