Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

15. Oktober 2010 | Allgemeines

Zeitungsmanager Schrotthofer: Leistungsschutzrecht schränkt Informationsfreiheit nicht ein

Justizministerin bekennt sich auf Medientagen zum Leistungsschutzrecht

„Den Verlagen geht es darum, eine Lücke im Urheberrecht zu schließen, um Fairness im Umgang mit geistigem Eigentum zu erreichen", mit diesem klaren Statement konterte Klaus Schrotthofer, Geschäftsführer der WAZ-Tochter Zeitungsgruppe Thüringen, die Vorwürfe von Google-Manager Philipp Schindler, dass das von den Verlagen geforderte Leistungsschutzrecht zu einer Zwangsabgabe führe und eine Gefahr für die Informationsfreiheit darstelle.

Onlinegipfel Dabei bekräftigte Schrotthofer nochmals die Haltung von BDZV und Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), dass ein Leistungsschutzrecht nicht dazu diene, das Surfen von Privatpersonen in irgendeiner Art und Weise einzuschränken. „Es findet schließlich auch niemand anstößig, wenn Radiosender dafür Geld zahlen, dass sie das Lied eines Künstlers spielen“, untermauert er seine Position. Vielmehr gehe es darum, zusammen mit gewerblichen Content-Nutzern, wie News-Aggregatoren, eine „einvernehmliche Lösung“ zu finden, mit der sich langfristig Qualitätsjournalismus auch im Internet finanzieren ließe.

Dass die Schaffung eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage überfällig ist, daran ließ Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger auch bei den Medientagen in München keinen Zweifel: „Das Leistungsschutzrecht ist ein ganz normaler Teil des Urheberrechts - zum Beispiel in der Musikindustrie“, sagt sie. Dass dies bisher noch nicht für die Presse ausgeweitet worden sei, liege lediglich daran, dass die gewerbliche Nutzung von journalistischen Inhalten in Print deutlich schwieriger sei als im Internet.

Foto: Medientage München

Ort: München

zurück