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09. April 2001 | Allgemeines

Zeitungsmärkte - Internet - Urheberrecht und Tarifpolitik

Treffen der deutschsprachigen Verlegerverbände in Bozen

Bestandsaufnahmen, Ideen und Visionen zu Entwicklungen auf den Zeitungsmärkten und in den Verlegerorganisationen bestimmten das Treffen der Präsidien der deutschsprachigen Verlegerverbände am 29. und 30. März 2001 in Bozen. Der Verleger der "Dolomiten" und Mitglied des Europäischen Parlaments, Michel Ebner, und der Verband Österreichischer Zeitungsverleger (VÖZ) hatten nach Südtirol eingeladen.

Unter Vorsitz von BDZV-Präsident Helmut Heinen setzten sich die Verleger mit der Verbreitung von Gratiszeitungen und entsprechenden Gegenstrategien der etablierten Zeitungsverlage ebenso auseinander wie mit dem Thema "elektronische Pressespiegel", wobei das deutsche Modell der Presse-Monitor Deutschland GmbH & Co. KG (PMG) auf breite Resonanz stieß. Intensiv diskutiert wurden auch die Entwicklungen im Bereich der Online-Rubrikenmärkte in den verschiedenen Ländern, über die Beat Lauber (Vorstandsmitglied Ringier AG) umfassend informierte. Interessant in diesem Zusammenhang war sicherlich die Information, dass der Verlag Ringier sich in der Schweiz mit dem verlagsfernen Anbieter Auto-Scout24 zusammengeschlossen hat und dort Mehrheitsgesellschafter ist. Im Interview mit der "Dolomiten" bekräftigte der BDZV-Präsident, dass das Internet im redaktionellen Bereich eher eine Ergänzung zur gedruckten Zeitung darstelle. Hingegen sei im Bereich Werbung mit Konkurrenz zu rechnen. Zugleich kritisierte der BDZV-Präsident die Expansionsversuche der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender im Bereich Internet. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk in vielerlei Hinsicht gerade in den Bereichen Sponsoring, Werbung, Product Placement weit übers Ziel hinaus-schieße, darüber waren sich die Verleger in Bozen einig.

Über die Lage auf den Printmärkten in Österreich, Schweiz, Deutschland und Luxemburg berichtete BDZV-Vizepräsident Pierre Gerckens. Intensiv widmete er sich dabei auch der Frage, welche Einflüsse Gratiszeitungen auf die Vertriebsmärkte der angestammten Zeitungen nach sich ziehen.

Rüdiger Niemann, kooptiertes Mitglied im BDZV-Präsidium, beschrieb die tarifpolitische Situation in den deutschsprachigen Ländern. Dass es sich im Zusammenhang mit der Diskussion um die Urheberrechte letztlich um harte Verteilungskämpfe handele, machte Professor Heinz Wittmann aus Wien deutlich. Der Direktor des Europäischen Zeitungsverlegerverbands (ENPA), Dietmar Wolff, warb nachdrücklich für ein ebenso engagiertes wie kooperatives Vorgehen der nationalen Verlegerverbände auf EU-Ebene und präsentierte ein Konzept zur Steigerung der Effizienz der ENPA.

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