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16. September 2013 | Allgemeines

Zeitungskongress 2013: Innovationen, Geschäftsmodelle und Kundenfokussierung

Bundespräsident Joachim Gauck Ehrengast

„Innovation - Kunde – Geschäftsmodell“, denn die analoge Welt gerät aus den Fugen - und das branchenübergreifend. Gleich in mehreren Vorträgen und einer Podiumsdiskussion beleuchtet der diesjährige Zeitungskongress des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Montag und Dienstag in Dresden, wie man in der digitalen Welt voneinander lernen und wirtschaftlich erfolgreich sein kann.

zk2013 start neuBeispiele aus Musikvermarktung und Handel sollen Impulse geben. So erwartet BDZV-Präsident Helmut Heinen neben zahlreichen Vertretern deutscher Medienhäuser den Geschäftsführer von spotify Deutschland, Stefan Zilch, und den Präsidenten des Handelsverbandes Deutschland
(HDE), Josef Sanktjohanser, als Referenten. Mit der Bedeutung der Zeitung für die moderne Gesellschaft setzt sich der hochrangigste Gastredner auseinander, Bundespräsident Joachim Gauck.

Mehr als 400 erwartete Teilnehmer erhoffen sich zudem eine Antwort unter anderem von der Züricher Publizistikprofessorin Gabriele Siegert auf die drängende Frage, wie sich Journalismus in der Zukunft finanzieren lässt.

Der Leser der Zukunft ist ebenso Thema - und zunehmend schwer zu erreichen. Immer seltener können Kinder sich das Zeitunglesen noch bei den Eltern direkt abgucken, erläutert der Neurowissenschaftler Prof. Dieter F. Braus (Wiesbaden), der beim Zeitungskongress zum Thema „Mensch, Gehirn, Medien“ referiert. „Wir sind wie Steinzeitmenschen, wir lernen am Modell.“ Und eine rein digitale Zeitungslektüre sei nun einmal von außen schwer abzuschauen, „am
Bildschirm sieht alles gleich aus“, sagte Braus im Vorfeld des Kongresses.

Dennoch: „Die Zeitung von heute ist nicht von gestern, weil sie ein Grundbedürfnis des Menschen immer noch bedient“, ist er überzeugt. Zwar werde nicht jede Marke überleben – „Hutmacher gibt es
auch nicht mehr viele“ - doch Hoffnungen setzt der Forscher vor allem auf Regionalzeitungen. „Die Zeitung muss im Grunde der alte Marktplatz, der Kiosk sein, wo ich ganz schnell erfahre, was läuft“ -
und das über mehrere Wege. Für Menschen, die nicht mit digitalen Medien aufgewachsen sind, müsse es ein - vielleicht abgespecktes, aber qualitativ hochwertiges - Produkt auch noch auf Print geben. Für die Jungen müsse es online, kürzer und schneller sein, „aber der Marktplatzgedanke bleibt und der Qualitätsanspruch auch“.

Zudem appelliert der Neurowissenschaftler an die Verleger für eine ethische Grundausrichtung bei Zeitungen - und gegen überwiegend negative Berichterstattung. „Wenn Zeitungen einen positiven,
werteorientierten Herdentrieb eher befördern als diese permanente Negativfraktion, dann können sie Enormes für die Gesellschaft bewirken“, glaubt Braus.


Weitere Informationen finden Sie hier: Programm Zeitungskongress 2013.


Alle wichtigen Neuigkeiten rund um den Zeitungskongress gibt es außerdem ab sofort auf Twitter. Folgen Sie unserem Hashtag #ZK2013.

Ort: Dresden

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