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28. März 2000 | Allgemeines

Zeitungsgründer mit Bekennermut und Weitblick

Trauer um Dietrich Oppenberg

Professor Dr. h.c. Dietrich Oppenberg, Herausgeber der "Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung" in Essen und Verleger des Econ-Verlages, ist am 24. März 2000 nach langer, schwerer Krankheit in seinem 83. Lebensjahr verstorben.

Der gebürtige Essener gehört in der deutschen Nachkriegspresse zu den "Männern der ersten Stunde". Bereits 1946 war er Lizenzträger und Verleger des "Rhein-Echos" in Düsseldorf und der "Neuen Ruhr Zeitung" in Essen. Von 1946 bis 1952 übernahm Oppenberg den Vorsitz des Rheinisch-westfälischen Zeitungsverlegervereins, war bis 1955 Vorsitzender des Verbands Rheinisch-Westfälischer Zeitungsverleger, danach Mitglied des Vorstands und schließlich Ehrenmitglied der Landesorganisation. Oppenberg wirkte maßgeblich an der Fusion der beiden konkurrierenden Organisationen "Verein deutscher Zeitungsverleger" und "Gesamtverband" mit, die sich 1954 zum Bundesverband deutscher Zeitungsverleger als alleiniger Spitzenorganisation der deutschen Zeitungsverleger zusammenschlossen. Er war auch Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft Regionalpresse, heute ZMG. Oppenbergs Name ist eng verbunden mit dem Auf- und Ausbau des Versorgungswerks der Presse, an dessen Spitze er Jahrzehnte lang stand. Darüber hinaus hatte er von 1947 bis 1980 den Vorsitz des Papierausschusses in verschiedenen Zeitungsverlegerorganisationen inne, war lange Jahre Mitglied des Deutschen Presserates und dreimal Sprecher dieser Organisation, war Mitgründer der Aktion Gemeinsinn und Vizepräsident des Zentralausschusses der Werbe-wirtschaft. Dem Kuratorium des Journalistenpreises der deutschen Zeitungen - Theodor-Wolff-Preis gehörte Oppenberg seit Bestehen an. Er förderte die renommierte Auszeichnung noch 1999 durch die Stiftung eines zusätzlichen Preises für die Sparte Lokaljournalismus.

Eines der zentralen Ziele von Oppenbergs Tätigkeit als Verleger und Herausgeber war es stets, die Unabhängigkeit der Zeitungen gegenüber Eingriffen von dritter Seite zu waren. Für dieses Engagement ist er vielfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland mit Stern. BDZV-Präsident Wilhelm Sandmann und der Vorsitzende des Zeitungsverlegerverbands Nordrhein-Westfalen, Bernhard Boll, würdigten den Verstorbenen als "eine herausragende Persönlichkeit, die von hoher Integrität, großem Bekennermut und publizistischem Weitblick gekennzeichnet" war.

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