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04. Februar 2011 | Allgemeines

Zeitungsauflagen bei 24,14 Millionen Exemplaren

E-Paper weiter auf Erfolgskurs

Im vierten Quartal 2010 haben die deut¬schen Zeitungsverlage 24,14 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen pro Er-scheinungstag verkauft. Verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresquartal bedeutet dies einen Rückgang um 2,35 Prozent (-581.048 Exemplare). Nicht mitgezählt in der Gesamtauflage werden die gut 120.000 E-Pa-per-Ausgaben, die gegenüber dem entspre-chenden Vorjahresquartal einen Zu¬wachs von fast zwölf Prozent verzeichnen konnten.

Bei Tageszeitungen kam es im Vergleich mit dem vierten Quartal 2009 zu Verlusten von 2,53 Prozent (-493.116 Exemplare) auf 19 Millionen Exemplare. Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen mussten einen Rückgang von 2,04 Prozent (West 1,8/Ost 3,14) verkraften. Die Auflage der Kaufzeitungen fiel um 4,05 Pro­zent (162.089 Exemplare). Die überregionalen Zeitungen verbuchten in den vergangenen drei Monaten ein Minus von 47.985 Exemplaren (minus drei Prozent) und verkauften pro Erscheinungstag 1,52 Millionen Exemplare.

Eine ähnliche Auflagenentwicklung gab es bei den Sonntagszeitungen, die auf ein Minus von 3,05 Prozent beziehungsweise 101.293 Exempla­ren kamen. Als einzige Gattung konnten die Wo­chenzeitungen leicht an Auflage zulegen. Sie verkauften 13.361 Exemplare (0,7 Prozent) mehr als im Vergleichszeitraum 2009. Zu beachten ist hier jedoch, dass der „Europa-Ekspress“ wieder und der „Rheinische Merkur“ nicht mehr an die IVW ihre Auflagen meldeten.

Bei der Betrachtung der Vertriebswege ist fest­zustellen, dass die Zeitungen bei den Abonne­ments einmal mehr unterdurchschnittlich (1,5 Prozent) und im Einzelverkauf stärker (4,48 Pro­zent) verloren haben. Die Sonstigen Verkäufe beendeten das Quartal mit einem Minus von 2,97 Prozent. Leichte Verluste mussten auch bei den Bordexemplaren verkraftet werden. Über diesen Vertriebsweg wurden 6.712 Exemplare (1,19 Prozent) weniger als im Vorjahresquartal abgesetzt.

Der Vertriebsweg Abonnement erwies sich wieder einmal als der stabilste. Bei den lokalen und regionalen Titeln und den überregionalen Zeitungen gab es leichte Verluste (2,0 / bezie-hungsweise 2,36 Prozent), die Kaufzeitungen gewannen beim Abonnement erneut hinzu (3,41 Prozent/ +6.574 Exemplare). Damit konnte der positive Trend der vergangenen Jahre fortgesetzt werden. Zuwächse im Abo verzeichneten sowohl die Sonntags- (1,27 Prozent) als auch die Wo-chenzeitungen, die über diesen Weg 9.092 Exemplare mehr absetzten als 2009

Anders im Einzelverkauf: Dort wiesen im vier­ten Quartal alle Kategorien ein Minus aus: Ta­geszeitungen 4,32 Prozent; Sonntagszeitungen 2,63 Prozent; Wochenzeitungen 5,11 Prozent. Deutlich heterogener präsentierte sich hingegen der Sonstige Verkauf. Zwar verzeichneten die Zeitungen insgesamt auch in dieser Kategorie einen Verlust von 2,42 Prozent (16.346 Exemp­lare) auf 658.184 verkaufte Ausgaben. Doch konnten sowohl die Kaufzeitungen (plus 0,52 Prozent) als auch die Wochenzeitungen mit plus 3,48 Prozent Zuwächse erwirtschaften. Die loka­len und regionalen Abo-Zeitungen meldeten Verluste von 2,99 Prozent / 12.231 Exemplare, ebenso die überregionalen Zeitungen (3,09 Pro­zent / 4.709 Exemplare) und die Sonntagstitel (14,68 Prozent / 16.404 Exemplare).

Bei den aufgrund ihrer attraktiven Leserschaft eigens ausgewie­senen Bordexemp­laren wurde für alle Zeitungen ein Mi­nus von 1,19 Pro­zent (6.712 Exemplare) ermit­telt. Dabei meldeten die überregionalen Zeitungen einen Rückgang von 3,45 Prozent und die Kaufzeitungen von 1,44 Prozent. Die Bordauflage der lokalen und regio­nalen Abo-Titel stieg hingegen um 3,12 Prozent, ebenso die der Sonntags- und Wo­chenzeitungen (0,36 beziehungsweise 1,07 Pro­zent).

Deutliche Zuwächse bei E-Paper

Im Digitalbereich konnten die Verlage erneut deutlich mehr Exemplare als im Vorjahresquartal absetzen. Mit 122.251 verkauften E-Paper-Ausgaben wurde erstmals die 100.000er-Marke durchstoßen. Der neue Rekordwert gliedert sich in 25.618 Abonnements, 96.532 Sonstige Ver-käufe und 101 Einzelverkäufe. Durch sieben Ti¬tel, die im vierten Quartal 2010 erstmals ihre E-Paper an die IVW melden, steigerte sich die verkaufte E-Paper-Auflage im Vergleich zum 4. Quartal 2009 um 43,90 Prozent. Vergleicht man nur die Titel, bei denen für beide Jahre Auflagen vorlie-gen, erzielten diese einen Zuwachs von 12,58 Prozent. Eine detaillierte Analyse kann bei der ZMG in Frankfurt am Main abgefordert werden.

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