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04. November 2010 | Allgemeines

„Zeitunglesen ist bei Jugendlichen nicht generell out“

BDZV-Vizepräsident Hans Georg Schnücker und Medienforscher Rüdiger Schulz im Interview mit „pro media“

Wie Zeitungsverlage zukünftig das Thema junge Zielgruppen strategisch angehen wollen, welche Rolle Zeitungen für eine Demokratie ha-ben und welche Forderungen die Verlage an die (Landes)politik haben, das hat BDZV-Vizepräsident Hans Georg Schnücker in der aktuellen Ausgabe des Branchenmagazins „pro media“ (November 2010) erläutert.

Darin spricht er sich dafür aus, dass Zeitungen noch stärker als bisher Teil des Unterrichts in der Schule werden: „Das aktuelle Weltgeschehen kann gar nicht in Schulbüchern abgebildet werden, diese sind sehr schnell veraltet und haben keine Möglichkeit, auf aktuelle Veränderungen einzugehen.“ Hier biete sich hingegen die Zeitung mit ihrem breiten In­formationsspektrum für fast alle Schulfächer an. Dabei unterstrich Schnücker, der auch Vorsitzen­der der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Rhein Main (Mainz) ist, dass es zweitrangig sei, ob Jugendliche mit der gedruckten oder der digi­talen Version der Zeitung dann in Berührung kä­men. „Denn in erster Linie geht es darum, die Jugendlichen mit unseren Inhalten zu erreichen“, so Schnücker.

Welche dies sein könnten, damit hat sich das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des BDZV beschäftigt und eine Querschnitts-Studie über die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen sowie deren Mediennutzungsver­halten erstellt. Studienautor Rüdiger Schulz fasst die Ergebnisse in der Novemberausgabe von „pro media“ wie folgt zusammen: „Für junge Leute sind Zeitungen keineswegs generell out. Sie sehen sie durchaus als Quelle zuverlässiger Information und schätzen es, dass man Zeitun­gen raum- und zeitunabhängig und jederzeit nut­zen kann.“ Gleichzeitig gibt er aber auch zu be­denken, dass für immer mehr Jugendliche das re­gelmäßige Zeitunglesen im Vergleich mit der mühelosen Rezeption von Fernsehen oder Inter­net zu anstrengend und aufwendig sei. Die Allensbach-Studie findet sich auch im aktuellen Jahrbuch des BDZV „Zeitungen 2010/11“. Weitere Informationen dazu finden sich in diesem „BDZV-Intern“ auf Seite 13.

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