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08. Oktober 2010 | Allgemeines

Zeitungen zwischen Print und Online

World Editors Forum und IFRA Expo in Hamburg

“Why mobile distribution will change The news Business” – so lautete das Motto des diesjährigen World Editors Forum des Weltverbands der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA), das vom 6. bis 8. Oktober 2010 seine Zelte in der Hamburg aufgeschlagen hatte.

world editors forumDabei diskutierten mehr als 600 Chefredakteure und Verlagsleute aus 77 Ländern unter anderem darüber, ob das iPad zum Retter der Zeitungswelt wird, wie die Arbeitsabläufe künftig organisiert werden müssen, um die unterschiedlichen Vertriebskanäle für Nachrichten, Hintergrundberichte, Bilder, Videos, Töne und Werbung auf hohem Niveau kompetent in den Griff zu bekommen, und wie man mit den neuen Medien Geld verdient.

Das Credo der Zeitungsleute fasste die Vorstandsvorsitzende der New York Times Company, Janet Robinson, zusammen: „Wir werden uns nicht aus dem Printbereich zurückziehen – aber im Online-Bereich liegt die Zukunft.“ Robinson zeigte sich dabei optimistisch, dass Nutzer auch im Internet für hochwertige Inhalte zahlen würden: „Unsere Leser sind loyal, wenn wir qualitativ hochwertigen und meinungsbetonten Journalismus machen“, wird sie von der Deutschen Presse-Agentur zitiert.

Kernstück dieses hochwertigen Journalismus, so konstatierte es zumindest die Chefredakteurin der französischen „Le Monde“, Sylvie Kauffmann, müsse die Einordnung von Fakten und das Stiften von Orientierung sein: „Denn die Leser haben keine Zeit, sich jedes Thema komplett selbst zu erschließen.“

Der Redaktionskoordinator des „Hamburger Abendblatts“, Felix Bellinger, hob die unterschiedlichen Funktionen von Print und Online hervor: Im Internet könnten Inhalte aktualisiert werden, in der gedruckten Ausgabe hingegen würden sie interpretiert.

Ähnlich hatte sich kürzlich die Kommunikationswissenschaftlerin Professor Claudia Mast auf dem BDZV-Zeitungskongress geäußert: „Viele große Tageszeitungen verstehen sich mittlerweile mehr als ein Analysemedium und weniger als ein Nachrichtenvermittler oder gar Chronist.“ Nachzulesen sind diese Ergebnisse auch im aktuellen BDZV-Jahrbuch „Zeitungen 2010/11“.

Fast zeitgleich fand in Hamburg auch die IFRA Expo 2010, die nach Angaben von WAN-IFRA weltgrößte Fachmesse für die Zeitungs- und Medienbranche, statt. Mehr als 340 Aussteller aus 33 Ländern präsentierten vom 4. bis 6. Oktober Innovationen unter anderem aus den Bereichen: Druck, Suchmaschinenoptimierung, Angebote für Tablet-PCs und Smartphones sowie Dienstleistungen für den Auf- und Ausbau von Newsrooms.

Ort: Hamburg

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