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26. Mai 2009 | Namen und Nachrichten

Zeitungen: WAN/PwC-Studie zur Wettbewerbsfähigkeit

Das Medium Zeitung hat langfristig eine Zu­kunft. Und Verbraucher sind sehr wohl bereit, für das Inhaltsangebot von Zeitungen im Internet zu bezahlen. Das ist ein Ergebnis des Berichts zur „Wettbewerbsfähigkeit der Zeitungen im digitalen Zeitalter“ („Moving into multiple business models: An outlook for newspaper publishing in the digital age“), den das Beratungsunternehmen Pricewa­terhouseCoopers (PwC) in Zusammenarbeit mit dem Weltverband der Zeitungen (WAN) erstellt hat. Die Kernaussagen des anlässlich der WAN-Konferenz „Die Kraft des gedruckten Worts“ in Barcelona am 27. und 28. Mai präsentierten Be­richts sind: Trotz des großen Wachstumspoten­tials im Internet stellt die gedruckte Ausgabe weiterhin die wichtigste Einnahmequelle der Zei­tungsverlage dar – und das wird auf absehbare Zeit auch so bleiben. Zwei Drittel der im Rang einer weltweit durchgeführten Untersuchung Be­fragten 4.900 Verbraucher sagten, sie seien be­reit, für allgemeine Zeitungsinhalte im Internet zu zahlen – und laut PWC sind trotz der Gratiszei­tungen alle bereit, für die gedruckte Zeitung zu zahlen. Die Verbraucherausgaben im Internet werden in den nächsten Jahren generell steigen. Die Autoren der Studie erwarten bei jenen Kon­sumenten, die alles kostenlos haben wollen, in der Folge einen Mentalitätswandel. Ferner schät­zen danach die Verbraucher Journalisten nicht nur wegen der allgemeinen Berichterstattung, sondern messen auch deren tiefgehenden Einbli­cken und Analysen einen hohen Wert bei. Auch haben die Zeitungen traditionellen Zuschnitts nach wie vor eine große und relativ treue Leser­schaft, da die Titel als zuverlässiger wahrge­nommen werden als andere Medien. Die Autoren der Studie sehen hier die Chance, die Leser bei der Nutzung stationärer oder mobiler elektroni­scher Medien sowohl zu führen als auch den Le­sern zu folgen. Die Qualitätsmerkmale „gründli­che Analyse“ und „vertrauenswürdige redaktio­nelle Beiträge“ sind dem Bericht zufolge auch im Internet gefragt: Die Marke „Zeitung“ ist wichtiger als die Erscheinungsform. Ein weiteres Ergebnis: Der Wunsch der Verbraucher, sich Nachrichten beispielsweise auf das Handy liefern zu lassen, ist wegen der schlechten Lesbarkeit nur schwach ausgeprägt. Und auch die Umwelt spielt eine Rolle: Verbraucher wie Verlage messen laut PwC umweltfreundlichen Produktions- und Lieferme­thoden große Bedeutung bei, weil sie sich um die natürlichen Lebensgrundlagen sorgen. Dem PwC-Bericht liegen eine Befragung von 4.900 Verbrauchern in sieben Ländern, Gespräche mit Vertretern von großen Verlagen, Anzeigenkunden und Mediaeinkäufern weltweit sowie Branchenbe­richte, Analystenmeinungen und PwC-eigene Daten zugrunde. Er kann in englischer Sprache heruntergeladen werden unter http://www.wan-press.org/article18128.html.

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