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13. Mai 2002 | Allgemeines

Zeitungen sind interessante Anbieter für lokale Inhalte auf mobilen Endgeräten

Multimedia-Workshop im Haus der Presse

Sind mobile Internetdienste ein interessantes neues Geschäftsfeld für Zeitungsverlage? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich der Multimediaworkshop von ZV GmbH und Ifra, am 25. und 26. April 2002 im Berliner „Haus der Presse“.

Aus Sicht von Markus Schäfer von der Bonner Gruppe, Beratungssozietät werden sich Endgeräte und Netze weiterentwickeln und zusätzliche Standards und Applikationen auf den Markt kommen. Die Zukunft sei „mobil und lokal“, der Bedarf an ortsbezogenen Inhalten also vorhanden. Location based Services, das heißt Dienste und Informationen, die auf den aktuellen Standort bezogen sind – wie etwa Restaurant-/ Hotelführer, City Guides und Routenplaner – hätten einen hohen Nutzwert.

 

Meinolf Ellers von der Deutschen Presse-Agentur und Ingo Schneider von BeMobile wiesen in diesem Zusammenhang auf die hervorragende Ausgangslage für regionale Tageszeitungsverlage hin, da sich deren Produkte durch hohe Glaubwürdigkeit und Seriosität auszeichnen und die Unternehmen über Kompetenz als Inhalteanbieter und –produzenten verfügen. Beide Referenten appellierten an die Verlage, Kooperationen mit weiteren Anbietern im mobilen Geschäft einzugehen, etwa mit Application Service Providern und Netzbetreibern. Andreas Böhm von T-Systems wies auf die Notwendigkeit hin, geeignete Bezahlsysteme und Abrechnungsmodelle zur Verfügung zu stellen. Dann gebe es Chancen für die klassischen Medien, in einem neuen Markt Fuß zu fassen und Nutzer zu gewinnen, die für traditionelle Medienprodukte nicht empfänglich sind.

 

Wie eine Zeitung die kurze Meldung über SMS als Kommunikationswerkzeug zur Leser-/Blattbindung einsetzen kann, demonstrierte Volker Pfau von RP-Online mit der Aktion „Kombi-Abo“ der „Rheinischen Post“ in Düsseldorf. Hier gibt es das Abonnement der Zeitung zur Fußballweltmeisterschaft in Kombination mit dem SMS-Infodienst von RP-Online zu einem festgesetzten Preis.

 

Moritz Wuttke von QUICKandmore stellte einen Service der PubliGroup/Schweiz und Swisscom Mobile vor, der es Konsumenten ermöglicht, Werbe- und Informationsdienste einfach und schnell via Handy abzurufen. Es handelt sich hierbei um ein so genanntes White-Label Produkt für Verlage, also um anderenorts produzierte Inhalte, die unter Verlagsnamen erscheinen. Das Pilotprojekt startete im Dezember 2001 in Zusammenarbeit mit der „Neuen Luzerner Zeitung“, die auf diesem Weg verschiedene redaktionelle Beiträge anbietet.

 

Über erste Erfahrungen mit dem E-Paper, also dem kompletten elektronischen Abbild der Printausgabe im Internet, berichtete Joachim Türck, Geschäftsführer von RZ-Online in Koblenz. Inzwischen 1.400 Abnehmer zählt das mittlerweile kostenpflichtige Abonnement der Faksimile-Ausgabe im Internet. Für die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck stellte Edgar Benkler dar, wie die Zeitungs-Online-Angebote des Unternehmens auf einer neuen Plattform gebündelt werden sollen. Waren die Online-Gesellschaften und Marken der einzelnen Zeitungstitel bisher dezentral organisiert, so wird nun die ProServ GmbH alle back-end-Dienste der fünf regionalen Dienste zusammenfassen. Die Inhalte bleiben jedoch Kernkompetenz der jeweiligen Verlage. Thomas Fellger (MetaDesign) und Philipp Stradtmann (Pixelpark AG) zeigten, wie mobile Dienste – etwa i-mode von NTT DoCoMo in Japan – erfolgreich zur Markenbindung eingesetzt werden können. Erlöse seien jedoch erst mit ausreichender Reichweite dieser Dienste zu erwarten. Ein erster Markttest in Deutschland in kleinen Schritten sei beispielsweise mit SMS oder i-mode „mit vertretbarem Aufwand“ durchzuführen.

 

Internet: www.bdzv.de und www.ifra.com

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