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13. Januar 2003 | Namen und Nachrichten

Zeitungen helfen – Das Hochwasser und die Folgen

Nach wie vor treffen beim BDZV Berichte über Aktivitäten der Zeitungen ein, die in ihrem Verbreitungsgebiet als Reaktion auf die verheerende Hochwasserkatastrophe vom August 2002 Spendenaktionen gestartet haben. So spendeten die Leser der „Grafschafter Nachrichten“ in der Vorweihnachtszeit 42.771 Euro, für den Wiederaufbau des Kindergartens Mühlbach in der Gemeinde Müglitztal, der vom Augusthochwasser zerstört worden war. Den Spendengrundstock in Höhe von 6.000 Euro hatten die „Grafschafter Nachrichten“ bereits Anfang September anlässlich eines Betriebsfests zur Einweihung ihres neuen Druckzentrums in Nordhorn gelegt.

 

Weit über eine halbe Million Euro spendeten die Leser der südthüringischen Tageszeitung „Freies Wort“ in Suhl für die Hochwasseropfer in Erlln Hier übernahm der Verein „Freies Wort hilft“ – ein Hilfswerk zur Unterstützung unverschuldet in Not geratener Menschen – die Patenschaft für die am schlimmsten betroffenen Bewohner des südlich von Grimma gelegenen Örtchens. Die Berichte über die tragischen Schicksale der Familien, deren Hab und Gut in den braunen Fluten des zum reißenden Strom gewordenen Flüsschens Mulde untergegangen war, hätten „eine nie da gewesene Spendenbereitschaft bewirkt“, berichtet die für die Aktion damals zuständige Marketingleitung des „Freien Worts“. Der Verein habe bereits nach wenigen Tagen den am stärksten betroffenen Familien „mit einem fünfstelligen Betrag zumindest ein bisschen Hoffnung geben“ können. Zudem organisierte und finanzierte das Hilfswerk eine zentrale Essensversorgung für mehrere Wochen, sorgte für unentgeltlichen Rechtsbeistand und koordinierte die zahllosen Sachleistungen. Dank „Freies Wort hilft“ konnten die Erllner Bürger sogar ihr für Ende August geplantes 250-jähriges Gemeindejubiläum der Flutkatastrophe zum Trotz festlich begehen.

 

Insgesamt 2.243.779,49 Euro hat die Hilfsaktion „Menschen helfen Menschen“ des Zeitungsverlags Aachen („Aachener Zeitung“ und „Aachener Nachrichten“) erbracht. Von dem Geld wurden hunderte Einzelpersonen, aber auch Institutionen wie Altenpflegeheime und Kindertagesstätten unterstützt, die von staatlicher Seite keine ausreichende Hilfe erhielten. Die Spenden gingen unter anderem nach Prettin, Dresden, Bad Schandau, Freithal, Pirna und Olbernhau. Das Hilfswerk „Menschen helfen Menschen“ war 1985 von der „Aachener Zeitung“ gegründet worden, um unverschuldet in Not geratenen Bewohnern der Region Aachen zu helfen. In Ausnahmefällen wie dem Oderhochwasser 1997 oder dem Erdbeben in der Türkei 1999 flossen bereits Gelder nach außerhalb. Als Folge der Sommerflut vom August 2002 taten sich erstmals „Aachener Zeitung“ und „Aachener Nachrichten“ zusammen, „um nicht nur für die Spenden zu werben, sondern auch gemeinsam über die Ergebnisse sowie die Verteilung der Gelder zu informieren“.

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