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19. März 2010 | Allgemeines

Zeitungen gehen professionell mit der Krise um

Optimismus beim Präsidientreffen der deutschsprachigen Verlegerverbände in Luzern

Optimismus beim Präsidientreffen der deutschsprachigen Verlegerverbände am 18./19. März 2010 in Luzern: „Die Zeitungen gehen mit der Krise sehr professionell um“, erklärte Gastgeber Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbands Schweizer Presse. Zwar habe sich die Wirtschaftskrise und auch der Strukturwandel der Medien in allen Ländern ausgewirkt, doch verglichen mit der fatalen Entwicklung in den USA und auch in Großbritannien sei man in einer geradezu „privilegierten Position“, meinte Horst Pirker, Präsident des Verbands Österreichischer Zeitungen und Vizepräsident des Weltverbandes der Nachrichtenmedien und Zeitungen WAN-IFRA.

präsidientreffen webEinig waren sich die Teilnehmer, dass die Zukunft der Zeitungshäuser wesentlich von den politischen Rahmenbedingungen abhängen wird: Keine weiteren Werbeverbote, Stoppschilder für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bei seinen Aktivitäten im Internet und der Nullsatz bei der Mehrwertsteuer auf Presseerzeugnisse – dies sind die einhelligen Forderungen der Zeitungsverleger in der Schweiz, Österreich, Luxemburg und Deutschland. Zum Thema Mehrwertsteuer sagte BDZV-Präsident Helmut Heinen: „Die Ausübung der Pressefreiheit kann nicht von der Zahlung einer Umsatzsteuer abhängig gemacht werden.“

 

Über die vielfältigen Herausforderungen auf europäischer Ebene informierte der Präsident des europäischen Zeitungsverlegerverbandes ENPA, Valdo Lehari jr. So wichtig es sei, dass sich die EU mit den vielfältigen Fragen des digitalen Wandels auseinander setze: Aber was unter dem Rubrum „digital agenda“ in Brüssel an Aktionismus betrieben werde, sei ohne Beispiel. Darüber werde die „analoge Agenda“ – sprich die gedruckten Medien – mitunter vergessen. Diesem Trend müsse nachhaltig entgegengewirkt werden.

 

Ein zentrales Thema bei dem Präsidientreffen war der Umgang der Zeitungsverlage mit Google. Die Autorin der „Google“-Studie des BDZV, Katja Riefler, präsentierte die Ergebnisse ihrer Umfrage unter Entscheidern in deutschen Zeitungshäusern. Fast 150 Zeitungsverlage hatten sich daran beteiligt. 71 Prozent sehen Google als Bedrohung und Partner gleichermaßen. 20 Prozent der Verlage spüren bereits auf ihren Märkten die Werbekonkurrenz durch Google.

 

Die Themen E-Publishing, Paid Content und Mobile waren weitere Schwerpunkte des internationalen Austauschs, an dem auch einige Chefredakteure teilnahmen. Aus Deutschland war der Chefredakteur der „Berliner Zeitung“, Uwe Vorkötter, mit dabei. Er berichtete unter anderem vom Berliner Zeitungsmarkt, seiner Zusammenarbeit mit dem Finanzinvestor David Montgomery und dem umfassenden Restrukturierungsprozess bei der „Frankfurter Rundschau“.

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