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11. Juni 2013 | Allgemeines

Zeitungen erreichen weltweit mehr Leser als je zuvor

World Press Trends: Bedeutung von Paid Content wächst

Weltweit greifen mehr als 2,5 Milliarden Menschen erscheinungstäglich zur gedruckten Zeitung und weitere 600 Millionen surfen regelmäßig auf den Websites der Verlage. Damit erreichen die Zeitungen heute mehr Leser als jemals zuvor in ihrer über 400-jähri-gen Geschichte – und das bei weiterhin leicht rückläufigen Druckauflagen. Das geht aus den „World Press Trends von WAN-IFRA“ hervor, die am 3. Juni 2013 auf dem Weltkongress der Zeitungen in Bangkok präsentiert wurden.

Best Internet Concept of global business from concepts seriesDemnach sank die verkaufte Auflage der Zei­tungen 2012 um 0,9 Prozent. Dabei wiesen die Regionen jedoch sehr unterschiedliche Tenden­zen auf. Während Australien/Neuseeland (+3,5 Prozent), Asien (+1,2 Prozent) und Lateinamerika (+0,1 Prozent) leichte Zuwächse verbuchten, entwickelten sich die Märkte in Nordamerika (-6,6 Prozent), Westeuropa (-5,3 Prozent), Osteuropa (-8,2 Prozent) und dem Nahen Osten sowie Nordafrika (-1,4 Prozent) rückläufig. Gemessen an der Auflage ist China mittlerweile das größte Zeitungsland. Hier werden täglich 140 Millionen Exemplare verkauft.

Sehr unterschiedlich stellte sich auch die Ent­wicklung bei den Werbeeinnahmen dar. Den weltweiten Rückgang in den Gesamtwerbeerlö­sen um zwei Prozent führt der Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien vor allem auf das schwache Ergebnis in den Industriestaaten zurück. So gaben die Unternehmen in Nordame­rika 2012 fast acht Prozent weniger für kommer­zielle Kommunikation in den Zeitungen aus, in West- und Osteuropa waren es 3,4 beziehung­sweise 5,6 Prozent. Erhebliche Einbußen muss­ten auch Neuseeland und Australien verkraften, hier brach der Markt um 8,3 Prozent ein. Deutlich langsamer als in den vorangegangenen Jahren war das Wachstum in Asien (+3,4 Prozent). Am stärksten stiegen die Werbeeinnahmen in Latei­namerika, um gut neun Prozent.

Auch vor diesem Hintergrund unterstrich WAN-IFRA-Geschäftsführer Vincent Peyrègne die stei­gende Bedeutung des Vertriebs. Positiv stimmten dabei die Entwicklungen im Paid-Content-Be­reich. So hätten bereits gut die Hälfte der US-Verlage die eine oder andere Bezahlvariante auf ihren Websites eingeführt. „Und die User sind bereit, für guten Inhalt zu bezahlen“, so Peyrègne. Diese Zahlungsbereitschaft bei noch mehr Usern zu entwickeln, sei die größte He­rausforderung für die kommenden Jahre. Dafür müsste die Nutzertreue jedoch erst einmal noch weiter ausgebaut werden. Zwar besuchten mehr als 50 Prozent der Internetnutzer regelmäßig Zeitungswebsites, verbrächten dort jedoch nur 1,3 Prozent ihrer Online-Zeit, heißt es in den World Press Trends 2013.

Weitere Erkenntnis der Untersuchung: Diversi­fikation und die Erschließung zusätzlicher Ge­schäftsfelder wird für die Verlage immer wichti­ger. In den USA steuerten die „Non-Traditional-Incomes” bereits 27 Prozent zum Umsatz bei. Neben eCommerce, der Durchführung von Ver­anstaltungen sei vor allem das Digital- und Mo­bile-Geschäft Treiber bei den Einnahmen. Der vollständige Bericht ist auf der Website von WAN-IFRA abrufbar: www.wan-ifra.org

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