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02. April 2012 | Allgemeines

Zeitungen brauchen mehr Infografiken

Zeitungsdesigner Lukas Kircher: „Prototypen gemeinsamen mit dem Nutzer optimieren“

Zusammen tragen mehr als 150 deutsche und internationale Zeitungen ihre Handschrift – bei der BDZV-Konferenz Chefredakteure standen die Zeitungsdesigner Lukas Kircher und Norbert Küpper nun gemeinsam auf der Bühne und präsentierten ihre Vorstellung von Zeitungsdesign im Jahr 2012.

Kircher, der auch für zahlreiche iPad-Umsetzungen wie die der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ verantwortlich zeichnet, empfahl den Verlagen: „Prototypen Sie, und warten Sie nicht auf die perfekte App.“ Statt viel Zeit und Geld in die interne Entwicklung von Applikationen zu investieren, sollten Verlage den Mut haben, Beta-Versionen auf den Markt zu bringen, so Kircher. Denn zusammen mit den Nutzern entstünden am Ende bessere Produkte als im reinen Laborversuch. „Derzeit sind die Tablet-Nutzer noch bereit, halbfertige Produkte zu akzeptieren, wenn ein ständiger Fortschritt erkennbar ist“, erklärte der Gründer der Agentur KircherBurkhardt, und ergänzte: „Technisch erweiterte E-Paper-Ausgaben werden von vielen Nutzern mehr geliebt als aufwändige Multimedia-Apps, die ständig aktualisiert werden.“ Denn bei diesen hätten die Leser nie das Erfolgserlebnis, eine Ausgabe geschafft zu haben, was jedoch für die langfristige Zufriedenheit von enormer Bedeutung sei.

Um Best Practice in der gedruckten Ausgabe ging es hingegen bei Designpapst Küpper: „Opulenz und Mut sind Trumpf“, so sein Credo. Er motivierte die Verlage, noch stärker extreme Bildschnitte und ausgefallene Bild-Text-Kompositionen und vor allem viel mehr Infografiken zu nutzen. Speziell in den Lokalteilen sei die Aussagekraft dieser Stilform nach seiner Ansicht noch nicht angekommen. „Die Zeitung soll nicht zur Zeitschrift verkommen, doch ein wenig mehr Raum für Fotos und Collagen dürfte es sein“, so Küpper, der seit 1999 den European Newspaper Award verleiht.

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