Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

08. November 2012 | Allgemeines

Zeitungen 2012/13 – Zahlen, Daten, Fakten zur Branche

BDZV-Jahrbuch: Von Bestandsaufnahme bis Verlagsagenda 2020

Es gilt seit mehr als zwei Jahrzehnten als die Bibel der Branche – das Jahrbuch des BDZV. Kernthese der auf dem Zeitungskongress vorgestellten 26. Auflage: Zeitungsverlage werden als Sieger aus dem digitalen Wandel hervorgehen, wenn sie das analoge Geschäft stärken, Investitionen in neue Geschäftsfelder tätigen und den Digitalbereich ausbauen.

Anhand von internationalen Best-Practice-Beispielen und Studien präsentieren 23 namhafte Wissenschaftler, Medienjournalisten und Verlagsmanager Ansätze für die Verlagsagenda 2015. Dabei gehen sie unter anderem den Fragen nach: Wie sehen erfolgsversprechende Ansätze für hyperlokalen Journalismus aus? Welche medienpolitischen Rahmenbedingungen braucht es im Wettbewerb mit multinationalen Großkonzernen? Und wie können Leser/Nutzer und Anzeigenkunden langfristig an das Medium Zeitung gebunden werden?

So analysiert Florian Bauer, Vorstand der Münchner Agentur Vocatus: „Verlage müssen noch stärker den tatsächlichen Kundennutzen einer Annonce in den Mittelpunkt ihrer Verkaufsgespräche stellen.“ Preislisten und alt hergebrachte Rabattstaffeln seien nicht mehr zielführend. Zudem zeigt er in seinem Aufsatz „Der Prei ist heiß“ deutlich auf: Den einen Werbekunden gibt es nicht – sondern mit Privatkunden, Firmen und Mediaagenturen mindestens drei, die alle nach individuellen Angeboten verlangten. Dies sei Risiko und Chance zugleich, meint der Preisexperte Bauer.

Auch im Digitalgeschäft schlummerten noch riesige, ungenutzte Potenziale, sind sich Verlagsberater Gregor Waller, Medienjournalist Christian Meier und Medienwissenschaftler Till Fischer einig: „Wenn es Verlagen gelingt, aus den vielen Gelegenheits-Usern regelmäßige Besucher der Zeitungswebsites zu machen, dann kann eine Bezahlkultur auch im Netz etabliert werden“, analysiert Waller, und ergänzt: „Aber eine Online- wie Mobile-Strategie muss Teil der Gesamtverlagsstrategie sein.“ Losgelöste Ideen und Konzepte seien zum Scheitern verurteilt. Wie sich derartige innovative Konzepte entwickeln lassen, skizziert Marco Olavarria in seinem Beitrag: „Erfolgsfaktor Innovation“ über das Thema Innovationsmanagement. Abgerundet wird der Digitalbereich durch das Kapitel „Social-Media-Recht für Verlage“. In diesem zeigt der Berliner Anwalt Thomas Schwenke juristische Fallstricke im Umgang mit sozialen Netzwerken auf.

Einmal mehr stehen aber auch publizistische Themen im Mittelpunkt von Zeitungen 2012/13. Digitalexpertin Ulrike Langer erklärt erfolgsversprechende Ansätze für hyperlokale Websites, und Professor Stephan Weichert von der Macromedia Hochschule in Hamburg skizziert in sieben Thesen seinen Vorstellungen vom „neuen Zeitungsjournalismus“. Sein Credo: „In den Redaktionen müssen sich interdisziplinäre Teams aus Video- und Printjournalisten, Rechercheuren, Programmierern, Gestaltern und Illustratoren bilden, die zusammen ein publizistisches Projekt begleiten.“ So ließen sich einzigartige und unterscheidbare Inhalte herstellen, die den Lesern einen besonderen Mehrwert böten.

Und wie ist es wirtschaftlich um die Zeitungen bestellt? 30 Seiten Text, sieben Schaubilder und 31 Tabellen geben darauf eine detaillierte Antwort. Weitere zentrale Bestandteile des BDZV-Jahrbuchs sind Fachaufsätze zu den Themen Pressefreiheit in Deutschland und Potenziale im Vertriebsmarkt.

In „Zeitungen 2012/13“ dokumentiert der BDZV die jüngsten Entwicklungen und liefert eine Vorausschau auf die Zukunft der Branche. Darüber hinaus bietet das 450 Seiten starke Jahrbuch die Jahreschronik der Organisation sowie Statistiken, Tabellen und Grafiken, die den Nutzwert der Publikation erhöhen. „Zeitungen 2012/13“ soll als Informationsquelle zu wichtigen Einzelthemen ebenso wertvolle Hilfe leisten wie als Nachschlagewerk und Serviceinstrument für den Medienalltag. Das Jahrbuch kostet 24 Euro und kann bestellt werden bei: ZV, Britta Steffen, Telefon 030/726298-241, E-Mail buch(at)bdzv.de.

zurück