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23. November 2009 | Allgemeines

Zeitung punktet in der Informationsgesellschaft 2.0

76 Prozent informieren sich täglich aus der Tageszeitung

Zeitung und Fernsehen liegen weiterhin als Informationsquelle für aktuelle Nachrichten auf den Spitzenpositionen, deutlich vor Radio und Internet. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Informationszeitalter 2.0“ des Markt-forschungsinstituts TNS Emnid (Bielefeld).

TNS InformationsquellenDemnach informieren sich drei Viertel der Deutschen täglich aus der Tageszeitung über das Weltgeschehen. Mit deutlichem Abstand folgen Radio (58 Prozent) und Internet (54 Prozent). Spitzenreiter unter den Informationsmedien ist das Fernsehen mit über 90 Prozent. Zwar liegt TV auch in den Einzelbetrachtungen der unter­suchten Altersgruppen jeweils an der Spitze, doch punkten auch die Tageszeitungen hier in allen Altersschichten. So ist vor allem in der Ge­neration der über 50-Jährigen die Tageszeitung unverzichtbarer Begleiter des Tages (88 Pro­zent). Aber auch fast zwei Drittel der 14- bis 29-Jährigen informieren sich täglich aus der ge­druckten Zeitung, bei der Generation 30 bis 49 Jahre sind es 76 Prozent.

Eine weitere Erkenntnis der vorliegenden Stu­die ist, dass es klassischen Medien sehr gut ge­lingt, ihre in der Offline-Welt erworbene Seriosität ins Netz zu überführen. 70 Prozent der deut­schen Onliner geben „die Seriosität, die ein Inter­net-Anbieter sich in klassischen Medien erworben hat", als wichtigstes Auswahlkriterium für Infor­mations- und Nachrichtenangebote im Internet an. 61 Prozent der deutschen Onliner vertrauen eher denjenigen Webseiten, deren Anbieter sie bereits als Verlag oder TV-/Radio-Sender kennen. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass immer mehr Onliner dem Internet als seri­öse Quelle vertrauen. 44 Prozent haben heute in das Internet das gleiche Vertrauen wie in die klas­sischen Medien. Und insgesamt 58 Prozent sind der Meinung, dass es heutzutage keinen Unter­schied mehr macht, ob eine Nachricht in einer Zeitung oder im Internet steht.

Auf die Frage, ob die Internetnutzer auch bereit seien, für Inhalte zu bezah­len, ergab sich ein äußerst unterschied­liches Bild. Knapp die Hälfte (49 Pro­zent) würde laut TNS Emnid für eine Nachrichtenquelle, der sie vertrauen und die sie nutzen wollen, auch bezahlen. Diesem Anteil stehen jedoch 40 Prozent gegenüber, denen es unter dem monetären As­pekt egal ist, woher sie ihre Informationen bezie­hen. "Hauptsache, es kostet mich nichts, ist die Mentalität dieser User“, erklären die Studienma­cher. Laut einer aktuellen Studie der Boston Consulting Group (BCG) sind etwa 60 Prozent der Europäer bereit, für Inhalte im Netz zu be­zahlen. In den USA seien es hingegen nur 48 Prozent. Ein Grund dafür sei, dass in den Ver­einigten Staaten ein noch größeres Angebot an kostenlosen Inhalten zur Verfügung stehen würde und der US-Medienmarkt stärker als der europä­ischen fragmentiert sei.

Die Erhebung zeigt auch, dass es zwischen West und Ost (noch) keine mediale Einheit gibt. So zeigt sich im Westen ein kritischerer Umgang mit Informationen, der zu einer deutlich größeren Affinität gegenüber den klassischen (Print-)Me­dien führt: 79 Prozent möchten nicht auf Zei­tung/Zeitschrift als Informationslieferant verzich­ten (Ost: 68 Prozent). Westdeutsche orientieren sich im Internet zudem häufiger an den Absen­dern klassischer seriöser Information, wie Ver­lage und Sender (71 Prozent West gegenüber 66 Prozent Ost). Und schließlich gelingt den klassi­schen Medien hier der direkte Transfer ihrer Se­riosität in die neuen medialen Technologien: 63 Prozent (West) halten die Webseiten von Anbie­tern, die als Verlag oder Sender im Markt be­kannt sind, für vertrauenswürdiger als andere Webseiten (Ost: 54 Prozent).

Grafik: TNS Emnid

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