Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

05. Juni 2014 | Veranstaltungen

ZEITUNG DIGITAL: Mut zum Risiko, Bereitschaft zum Wandel

Rund 250 Verlagsentscheider debattierten über Strategien, Geschāfte und Produkte

Themen: Paid Content, Online

Seid bereit zum ständigen Wandel, seid bereit zum Risiko, macht Fehler und lernt daraus! Brian Sullivan, CEO Sky Deutschland hatte in seiner Keynote zur Eröffnung der ZEITUNG DIGITAL 2014 einige grundsātzliche Botschaften an rund 250 Verlagsentscheider. Am 4. und 5. Juni diskutierten die Konferenzteilnehmer in Berlin über innovative Digitalstrategien.

Sullivan, der mit dem Bezahlsender in Deutschland eine Erfolgsgeschichte geschrieben hat (3,5 Mio Haushalte, 6 Mio Nutzer) führte aus, dass seine Strategie recht simpel sei: Alles für den Kunden! - Exklusivitāt und höchste Qualitāt beim Content, Differenzierung, konstante Innovation. Beim Kundenservice gewinne Sky zwar einen Preis nach dem anderen, doch sei dieser tatsāchlich erst auf kleinstem Niveau, so Sullivan mit Understatement.

BDZV-Vizeprāsident und Vorstandsmitglied Axel Springer SE, Jan Bayer, würdigte in seiner Eröffnungsrede das im zurückliegenden Jahr enorm entwickelte digitale Engagement der deutschen Zeitungsbranche. Paid Content Modelle und mobile Angebote seien beeindruckend ausgebaut worden. Bayer rief dazu auf "die unsāglichen Debatten" über "print versus online" zu beenden. Es gehe um Journalismus und um nachhaltige Geschāftsmodelle für die digitale Zukunft.

Der Deputy CEO der WAN-IFRA, Larry Kilman bestätigte, dass die Bezahlkultur auf den Webseiten der Zeitungen weltweit beeindruckend gestiegen sei. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Zahl der bezahlten Internetangebote verdreifacht. Die Zeitungen erreichten mittlerweile 50 Prozent der Internetnutzer.

Martin Hoffmann, Intendant der Berliner Philharmoniker, führte gleichermaßen inhaltsstark und launig aus, wie die große Orchestermarke die digitale Welt erobert - mit Paid Content. In der Digital Concert Hall bieten die Philharmoniker bereits seit sechs Jahren wöchentlich Live-Übertragungen an. Es gebe bereits 15.000 Abonnenten weltweit, die das Angebot nutzten. Fazit: Nie waren die Philharmoniker so erreichbar wie heute.

Karl Vestli ("Aftenposten"), Marc Del Din (NWZ Digital) und Ralf Geisenhanslüke ("Neue Osnabrücker Zeitung") sprachen mit den Moderatoren Martina Lenk (Madsack Online) und Peter Stefan Herbst ("Saarbrücker Zeitung") über Paid Content und unterschiedliche Möglichkeiten, Digitalkunden zu gewinnen.

Viele neue Inputs brachten die Einblicke von Jörg Rheinboldt (Axel Springer Plug and Play), Alexander Kudlich (Rocket Internet) und Katja Nettesheim (_MEDIATE) in erfolgreiche Start-up-Unternehmen. "Start-ups sprechen eine andere Sprache als Verlage. Beide müssen offen sein, die Sprache des anderen zu lernen", gab Nettesheim zu bedenken. Verena Delius (Fox&Sheep) erzählte, warum sie erfolgreich Apps für Null- bis Sechsjährige macht: „Weil bis zum sechsten Lebensjahr die Eltern entscheiden.“

Native Ads waren ein zentrales Thema in Vorträgen und Expertengesprächen am zweiten Konferenztag. „Werbung muss klar erkennbar sein – auch für Native Ads“, sagte Verleger Sebastian Turner ("Der Tagesspiegel"). Oliver Eckert (Tomorrow Focus Media), Medienjournalistin Barbara Geier und Frank Schmiechen (WELT-Gruppe) diskutierten unaufgeregt über den Einsatz von Native Advertising. "Das ist kein vorübergehender Trend", prognostizierte Geier. "Leser können branded content erkennen", meinte Oliver Eckert.

Eindrucksvoll war der Vortrag von Guy Crevier, Präsident und Herausgeber der "La Presse": Crevier ist gegen Paywalls. Die kanadische Zeitung setzt auf eine aufwendige Gratis-App - und hat Erfolg damit.

Bei Presseanfragen (Bilder) wenden Sie sich bitte an Jutta Lütkecosmann.

zurück