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15. November 2001 | Allgemeines

Zeitschriftenverlage: Keine Trendwende in Sicht

Einbruch bei Anzeigen / stark rückläufige Erlöse

Nach dem Einbruch im Anzeigengeschäft auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt ist nach Einschätzung des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) noch keine Trendwende in Sicht. Vor allem der Rückgang der Werbung von Unternehmen der „New Economy“ habe beispielsweise bei den großen Publikumszeitschriften zu einem Minus von teilweise bis zu 20 Prozent geführt, sagte VDZ-Präsident Hubert Burda anlässlich der Jahrespressekonferenz der Organisation am 14. November 2001 in Berlin. Er glaube jedoch, bis zum Ende des Jahres zumindest das Niveau von 1999 wieder erreichen zu können.

Nach den Anschlägen in den USA vom 11. September habe es zusätzlich „Stornos gehagelt“, berichtete Burda. Es gebe aber keinen Grund, in das „Rezessionsgerede“ einzustimmen. „Schlechte Zeiten für Kaufleute sind allerdings gute Zeiten für Journalisten“, ergänzte Karl-Dietrich Seikel, Geschäftsführer des Spiegel-Verlags und im VDZ-Vorstand für die Publikumszeitschriften zuständig. So rechne er in diesem Jahr zum Beispiel beim „Spiegel“ mit einem Auflagenplus von sechs Prozent.

 

Nach Angaben des VDZ lag das Bruttowerbevolumen der Publikumszeitschriften in den ersten neun Monaten 2001 bei 5,7 Milliarden Mark und damit nur 0,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ohne die in diesem Jahr erstmalig aufgenommenen Titel belaufe sich das Minus allerdings auf 5,4 Prozent.

 

In den Boomsegmenten des vergangenen Jahres sind die Erlöse laut VDZ stark rückläufig. Verloren hätten die aktuellen Zeitschriften und Nachrichtenmagazine (-12 Prozent), die Programmzeitschriften (-9 Prozent) und die Wirtschaftspresse (-13 Prozent). Zu den Umsatzgewinnern zählten Frauenzeitschriften (+7 Prozent), Life-Style-Magazine (+9 Prozent) und Wohnzeitschriften (+5 Prozent).

 

VDZ-Präsident Burda machte anlässlich der Pressekonferenz den Unmut der Zeitschriftenverlage wie der übrigen Medienbranchen über das geplante Urhebervertragsgesetz deutlich. Hier herrsche nach wie vor große Planungsunsicherheit. Der VDZ-Präsident beklagte, dass der endgültige Gesetzestext noch immer nicht vorliege und warnte die Regierung: „Wir Verleger sind auf der Hut, dass das Gesetzgebungsverfahren nicht so weiter läuft und wir vor ein fait d’ accompli gestellt werden.“ Mit dem geplanten Gesetz werde ein Keil zwischen Verleger und Urheber getrieben, der „völlig überflüssig“ ist.

 

Internet: www.vdz.de

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