Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

06. November 2008 | Allgemeines

Zeitschriftenverlage erwarten leichten Erlösrückgang

Titelzahl wächst weiter bei sinkender Gesamtauflage

Trotz Finanzkrise und drohende Rezession rechnen die deutschen Zeitschriftenverleger 2008 mit einem nur leichten Minus. Zwar sei die Werbebranche verunsichert und Anzei¬genetats würden gekürzt; insgesamt erwarte¬ten die Verlage aber einen Rückgang der Er¬löse um nur ein Prozent auf 7,6 Milliarden Euro (2007: 7,7 Milliarden Euro), erläuterte der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) am 4. November 2008 in Berlin.

Es gebe „keinen Grund für Untergangsszena­rien“, betonte der VDZ. Das Interesse an Zeit­schriften sei trotz des veränderten Mediennut­zungsverhaltens ungebrochen. Bei den Publi­kumszeitschriften gebe es eine kontinuierliche Zunahme des Angebots. Insgesamt wurden in diesem Segment im vergangenen Jahr 886 Titel gezählt (2006: 876) bei einer leicht zurückgehen­den Gesamtauflage. Die Entwicklung bei den Fachzeitschriften und konfessionellen Zeitschrif­ten bezeichnete der VDZ als stabil.

Positive Impulse erhofft sich die Zeitschriften­branche bei der Erschließung neuer Onlinege­schäftsfelder. Bis zum Jahr 2011 werde der Um­satzanteil im Netz von 5,4 Prozent (2007) auf 13 Prozent steigen. Die Zahl der Mitarbeiter in den Zeitschriftenverlagen ging 2007 um 0,5 Prozent auf 36.230 zurück; für das laufende Jahr wird ein Rückgang um 1,2 Prozent auf 35.795 Mitarbeiter erwartet.

Sorgen bereiten den Verlegern weiterhin die Pläne aus Brüssel und Berlin für eine Einschrän­kung bei Werbung für Autos, Alkohol oder Le­bensmittel sowie die geplanten Einschränkungen beim Telefonmarketing. „Presse ohne Abonnen­ten funktioniert nicht. Und Abonnenten müssen geworben werden können. Der Kommunikations­weg Telefon ist dabei unverzichtbar“, betonte VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner, der sich auch nachdrücklich gegen die Abschaffung des so genannten Listenprivilegs aussprach. Damit werde eine der wichtigsten Möglichkeiten zur Abonnentenwerbung und damit zum Erhalt von Zeitschriften „faktisch abgeschafft“.

zurück