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09. Dezember 2002 | Allgemeines

Zeitschriften- und Buchverleger warnen vor neuen Umsatzeinbrüchen

Mehrwertsteuer für Kombi-Produkte soll erhöht werden

Empört reagieren die deutschen Zeitschriften- und Buchverleger auf den Plan der Bundesregierung, die Mehrwertsteuer für Zeitschriften und Bücher von sieben auf 16 Prozent zu erhöhen, sobald diese in Kombination mit einer CD oder anderen Beigaben angeboten werden.

Anlässlich einer Pressekonferenz am 3. Dezember 2002 in Berlin warnte der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) vor Umsatzeinbrüchen in der Branche, die mit einem Abbau von Arbeitsplätzen einhergehen würde. Der in aller Eile konzipierte Gesetzentwurf, von dem sich die Regierung Steuermehreinnahmen von 50 Millionen Euro erwarte, ohne die Ausfälle als Folge der negativen Auswirkungen zu bedenken, sei nicht durchdacht, kritisierten die Verleger. Die Pläne gingen an der Realität in der Verlagswelt vollkommen vorbei.

 

Es sei unverständlich, dass nicht etwa das redaktionelle Trägerobjekt – also Zeitschriften, Bücher oder Noten – künftig zur Bildung des Mehrwertsteuersatzes herangezogen werde solle, sondern die Zugabe, die nur einen Wert von wenigen Cent habe. Schulbuchverlage, die mit ihren Produkten den Kultusministerien jeweils mindestens ein Jahr Preisstabilität zu garantieren haben, müssten folglich für das Jahr 2003 bei allen Kombinationsartikeln schon jetzt Verluste einkalkulieren, sofern das Gesetz Wirklichkeit würde. In ähnlicher Form gelte dies auch für die Verleger von preisgebundenen Kinder- und Jugendbüchern, Noten und Lexika, die jetzt ihre Preise für den 1. April 2003 im Buchhandel bekannt geben müssten. Das Gesetz soll in zweiter und dritter Lesung am 21. Februar 2003 verabschiedet werden.

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