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26. Juni 1997 | Digitales

ZDF will an Online-Plänen festhalten

Zeitungsverleger kritisieren wettbewerbsverzerrende Expansionspolitik

Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) plant nach eigenen Angaben Ende August einen deutschsprachigen Online-Dienst in Kooperation mit dem Software-Unternehmen Microsoft zu starten. In dem Angebot sollen laufend aktualisierte Informationen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Sport kostenfrei angeboten werden. Das Angebot soll durch Werbeeinnahmen finanziert werden.

Trotz der Kritik des BDZV an den Online-Plänen möchte ZDF-Intendant Dieter Stolte den geplanten Dienst mit Microsoft umsetzen. BDZV-Präsident Wilhelm Sandmann hatte in einem Schreiben den ZDF-Intendanten darauf hingewiesen, daß bei der bereits bestehenden Vielfalt von Online-Informationsdiensten keine Grundversorgung durch öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten erforderlich sei. Mit der geplanten Werbefinanzierung führe das ZDF aus sicherer Position heraus einen Angriff auf die Haupteinnahmequelle der Verlage: das Anzeigengeschäft. Zudem sei eine wettbewerbsverzerrende Quersubventionierung des ZDF-Dienstes durch Rundfunkgebühren nicht auszuschließen.

In seinem Antwortschreiben wies Stolte die Kritik des BDZV zurück. Die Zeitungen müßten sich an den neuen Wettbewerb zwischen alten und neuen Medienformen gewöhnen. Sie müßten damit rechnen, "daß neben Rundfunk und Fernsehen noch eine große Anzahl weiterer Wettbewerber" im Internet aktiv seien. BDZV-Präsident Wilhelm Sandmann hat in der Zwischenzeit auch in einem Schreiben an Bundeskanzler Helmut Kohl die Kritik am Gebaren der öffentlich-rechtlichen Anstalten im Online-Sektor zum Ausdruck gebracht.

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