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26. Mai 2009 | Allgemeines

ZAW: Wissenschaftlich falsch, gesundheitspolitisch bedenklich

DAK-Studie lenkt auf Irrweg

Der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) hat die Studie der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) über den angeblichen Zusammenhang von steigendem Alkoholkonsum Jugendlicher durch zunehmende Aufnahme von Werbung als „wissenschaftlich falsch und gesundheitspolitisch bedenklichen Irrweg“ bezeichnet. Bereits der gesunde Menschenverstand hätte die Denkfalle in der Schlussfolgerung der Studienautoren bemerkbar machen können, hieß es dazu vom ZAW am 13. Mai 2009.

Entspräche das behauptete Ergebnis der Un­tersuchung der Lebensrealität, müssten immer mehr Jugendliche immer mehr Alkohol trinken. Auch in den nachfolgenden Generationen würde der Alkoholkonsum zwangsläufig steigen. Tat­sächlich zeigten aber die Statistiken über den Konsum von Alkohol in Deutschland seit Jahren bei Jugendlichen und Erwachsenen nach unten, betonte der ZAW. Dieser Schrumpfprozess des Marktes habe den Kampf um Marktanteile ange­heizt, der zu höheren Investitionen in Werbung führe. Der ZAW machte ferner darauf aufmerk­sam, dass die Autoren der Studie offenkundig selbst an der Stichhaltigkeit ihrer zusammenfas­senden These von „Mehr Werbung = mehr Alko­hol“ zweifelten, da sie in ihrem Fazit „nebenbei ausgeführt hätten: Querschnittanalysen allein erlauben allerdings keine zweifelsfreie Bestäti­gung eines kausalen Zusammenhangs.“

Der ZAW verwies ferner auf eine sozialpoliti­sche Grundlagenstudie über die „Ursachen des Alkoholkonsums Jugendlicher“ des Psychologi­schen Instituts der Universität Bonn aus dem Jahr 2000, in dem festgestellt wurde, dass Werbung keine Auslösefunktion für den Beginn des Alko­holkonsums habe und nicht dessen Höhe be­stimme. Entscheidend sei die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung. Die Bonner Wissenschaftler hätten damals gewarnt: „Die andauernde Diskus­sion über die Bedeutung der Werbung verhindert, dass man sich mit den eigentlichen Ursachen von Fehlverhaltensweisen wie Alkoholmissbrauch befasst.“ Eine zwei Jahre darauf vom Bundesge­sundheitsministerium zum Thema Alkohol und Werbung veröffentlichte Studie zog das Fazit: „Insgesamt zeigt sich ein geringer Einfluss von Werbung auf den Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen.“

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