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19. Mai 2016 | Namen und Nachrichten

ZAW: Positive Entwicklung der Werbewirtschaft 2015

Die deutsche Werbewirtschaft hat sich in ihrer Gesamtheit im Jahr 2015 positiv entwickelt. Das ist das Ergebnis der Jahreserhebung, die der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) am 19. Mai in Berlin veröffentlicht hat. Von der Entwicklung profitierten die einzelnen Bereiche und Werbeträger wie in den vergangenen Jahren in unterschiedlichem Umfang. Die „sich verdichtenden politischen Forderungen nach weiteren Werberestriktionen" führten zu Risiken für den Markt und die Medien. Die Gesamtbranche der kommerziellen Kommunikation in Deutschland ist 2015 in den vom ZAW erfassten Bereichen um ein Prozent auf 44,8 Milliarden Euro gewachsen. Das entspricht einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,48 Prozent. Im internationalen Vergleich gehört die deutsche Werbewirtschaft zu den Top 5 der Welt.

ZAW3.jpgDie Investitionen in mediale Werbung stiegen laut ZAW-Erhebungen 2015 auf 25,45 Mrd. Euro und damit um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rund zwei Drittel dieser Ausgaben flossen den zwölf vom ZAW erfassten Medien zu: 15,21 Milliarden Euro bedeuten einen leichten Rückgang um 0,8 Prozent gegenüber 2014. Die Umsätze des größten Werbeträgers Fernsehen stiegen nach ZAW-Erhebungen um drei Prozent auf 4,42 Milliarden Euro. Tageszeitungen sind das zweitwichtigste Medium mit knapp 2,7 Milliarden Euro, ein Minus von 6,6 Prozent. Publikumszeitschriften verdienten laut ZAW am Werbemarkt 1,1 Milliarden Euro (Minus 3,6 Prozent), der Hörfunk rund 740 Millionen Euro (-1,1 Prozent). Stark war der Zuwachs bei Online und Mobile – um sechs Prozent auf 1,42 Milliarden Euro, in der Außenwerbung / Out of Home Media – um mehr als acht Prozent auf erstmals über eine Mrd. Euro, und in der Kinowerbung – um gut 18 Prozent auf 95,14 Millionen Euro. Die rückläufige Entwicklung bei den Printmedien vollziehe sich parallel zu einem stetigen Ausbau des digitalen Werbegeschäfts der Branche, so der ZAW. 

ZAW-Präsident: Werbung politisch fördern

ZAW1.JPG„Stabilität und Wachstum im Werbemarkt gehen nur mit den richtigen Rahmenbedingungen“, betonte Andreas F. Schubert, der am 19. Mai einstimmig als ZAW-Präsident wiedergewählt worden ist. „Die Politik muss ihre Aufgabe wahrnehmen, Werbung in einer souveränen Gesellschaft zu fördern: Für Innovationskraft, Produktqualität und ein sachgerechtes Preisniveau ist Werbung unverzichtbar.“ Schubert forderte die politischen Parteien auf, den Wert kommerzieller Kommunikation in ihren Programmen für die Bundestagswahl 2017 zu berücksichtigen. ZAW-Hauptgeschäftsführer Manfred Parteina ergänzte mit Blick auf das laufende Gesetzgebungsverfahren zum Verbot der Tabakwerbung: „Anders als die Politik meint, ist der Bürger sehr wohl in der Lage, mit Werbung umzugehen. Die Grundannahme unserer Gesellschaft ohne Werbe- und Medienkompetenz ist ein Anachronismus. Wenn das Tabakbeispiel Schule macht, wird es deutliche Bremsspuren im Werbemarkt und bei der Entwicklung der Medien in Deutschland geben“, warnte Parteina.

  • Buchtipp: Neben Zahlen der Webewirtschaft liefert der ZAW in seinem neuen Jahrbuch „Werbung 2016" Fakten zu werbepolitischen Entwicklungen in Deutschland und der EU, zur Selbstregulierung der Werbewirtschaft, zu Branchen der Werbewirtschaft und Werbeberufen.  Die 368 Seiten starke Publikation ist zum Preis von 25 Euro (zzgl. Porto; ermäßigter Preis für Schüler/Studenten: 10 Euro) erhältlich. Bestellungen per Mail an: zaw(at)zaw.de.

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