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17. Dezember 2002 | Allgemeines

ZAW erwartet ein Prozent Wachstum für 2003

Deutlich rezessive Bilanz für das abgelaufene Jahr

Nach dem schweren Jahr 2002 kündigt sich eine Wende zum Besseren in der Werbebranche an, heißt es beim Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW). Die hier zusammengeschlossenen Organisationen der werbenden Wirtschaft, Agenturen und Medien gingen mehrheitlich von einer Trendwende bei den Werbeausgaben der Wirtschaft im kommenden Jahr aus. Gerechnet werde mit einem Wachstum der gesamten Investitionen in Werbung von einem Prozent auf 30,3 Milliarden Euro.

Nach ZAW-Einschätzung sind die Investitionen der Wirtschaft in Werbegestaltung, Werbemittelproduktion und in die Medien als Werbeträger in den vergangenen zwölf Monaten um rund minus fünf Prozent auf 30 Milliarden Euro gefallen. Das waren 1,5 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2001 (31,5 Milliarden Euro). Damit sei der Werbemarkt 2002 auf die Umsatzgröße von 1998 abgesackt. Noch habe aber, glaubt der ZAW, die Werbewirtschaft in Deutschland keinen Grund zu der Annahme, „dass die Branche den Wachstumspfad verlassen muss“. Alleine in den vergangenen zehn Jahren hätten die Ausgaben für Werbung um rund sechs Milliarden Euro zugenommen.

 

Im laufenden Jahr hätten immerhin 24 der 50 werbeintensivsten Branchen mehr in ihre Marktkommunikation investiert, und zwar insbesondere der Automarkt (+7 Prozent), der Handel (+4 Prozent), Waschmittel (+18 Prozent), Kosmetik (+14 Prozent), Fremdenverkehr (+18 Prozent), Putz- und Pflegemittel (+13 Prozent), Parfüms (+20 Prozent) oder E-Commerce (+12 Prozent). Dies dynamische Werbeverhalten sei 2002 jedoch durch „drastische Einbrüche“ bei den Werbeetats unter anderem im Sektor Telekommunikation (-24 Prozent), Versandhandel (-26 Prozent) oder Finanzdienstleistungen (-23 Prozent) verdeckt worden.

 

Besonders schwer getroffen habe die Flaute im Werbemarkt die Medien, wie der ZAW weiter erklärte. Sie sind im Schnitt mit rund 17 Prozent an den Investitionen in Werbung beteiligt. 2001 kamen sie noch auf einen Nettoumsatz von 21,68 Milliarden Euro, im zu Ende gehenden Jahr 2002 dürften es voraussichtlich 20,38 Milliarden Euro (-6 Prozent) werden. Die Tageszeitungen „als monetär stärkste Werbeträgergattung“ hätten den größten Nachholbedarf. Sie mussten bereits im Jahr 2001 einen Verlust ihrer Nettoerlöse aus dem Werbegeschäft von 0,9 Milliarden Euro auf 5,6 Milliarden Euro (-14 Prozent) hinnehmen. Für das zu Ende gehende Jahr 2002 zeichne sich ein erneuter Rückgang der Werbeeinnahmen von wahrscheinlich durchschnittlich zehn Prozent ab. Ursache hierfür seien Rückgänge um bis zu 50 Prozent bei den Stelleninseraten, 25 Prozent bei Immobilienofferten sowie 20 Prozent im Kfz-Markt. Mit deutlich rückläufigen Einnahmen muss auch der zweitstärkste Werbeträger in Deutschland, das Fernsehen, rechnen. Schätzungen gehen hier von einem Minus um rund sechs Prozent aus. Kontakt: ZAW; Volker Nickel, Telefon 0228/82092119, E-Mail v.nickel@zaw.de.

 

Internet: www.zaw.de

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