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04. August 2010 | Allgemeines

World Press Trends 2010: Märkte in Afrika und Asien boomen

Weltweiter Werbemarkt im Aufwind

Die Zeitungsauflagen sind trotz des Konjunkturabschwungs 2009 weltweit nur leicht zurückgegangen und die Auswirkungen der weltweiten Rezession auf die Anzeigen- und Werbeeinnahmen der Zeitungen werden offenbar schwächer. Das geht aus den „World Press Trends 2010“ hervor, die am 4. August 2010 vom Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) vorgestellt wurden.

Demnach lesen 1,7 Milliarden Menschen täglich eine Tageszeitung; das entspricht 25 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung. Werden die nicht täglich erscheinenden Zeitungen hinzugerechnet, erhöht sich die Reichweite auf 37 Prozent.

 

Die weltweit 12.477 Zeitungen (plus 1,7 Prozent gegenüber 2008) verzeichneten im vergangenen Jahr einen leichten Auflagenrückgang von 0,8 Prozent (517 Millionen Exemplare). In 61 Prozent der Länder konnten die Verkaufszahlen stabil gehalten oder sogar leicht gesteigert werden; vor allem in Afrika (+4,8 Prozent) und Asien (+1,0 Prozent). Anders präsentierte sich die Situation in gesättigten Medienmärkten wie Nordamerika oder Europa, wo teilweise erhebliche Rückgänge der Auflagen zu verzeichnen waren. Im Fünfjahresmittel stieg die weltweite Auflage der kostenpflichtigen Tageszeitungen um 5,7 Prozent. Es gab einen Zuwachs von 30 Prozent in Afrika, 13 Prozent in Asien und fünf Prozent in Südamerika sowie einen Rückgang um 10,6 Prozent in Nordamerika, 7,9 Prozent in Europa und 5,6 Prozent in Australien und Ozeanien.

Werbeerlöse sinken um 17 Prozent

 

Die Werbeerlöse der Zeitungen gingen 2009 weltweit um 17 Prozent zurück. Doch der Werbemarkt erholt sich und wird 2010 laut Prognose von Zenith Optimedia voraussichtlich um 3,5 Prozent wachsen, wobei alle Regionen ein Plus verzeichnen werden. Die Zeitungen konnten 2009 ihre Stellung als zweitwichtigstes Werbemedium behaupten (24 Prozent Werbeanteil), hinter dem TV, das vier von zehn ausgegebenen Werbeeuros vereinnahmt hat. In Internetwerbung flossen zwölf Prozent aller Werbespendings. An dieser positiven Entwicklung des Online-Bereichs partizipieren auch die Verlagshäuser. „Viele Zeitungsverlage in den reifen Märkten haben sich digitale Plattformen und neue Formen des Print-Publishing zu eigen gemacht und bauen so ihr Produktportfolio, ihre Reichweite und ihre Einnahmen aus, während ihre traditionellen Printauflagen unter Druck geraten sind“, resümierte Christoph Riess, CEO der WAN-IFRA, bei der Vorstellung der Zahlen vor rund 400 Verlegern, Herausgebern, Chefredakteuren und anderen Führungskräften von Zeitungsverlagen bei der Publish Asia Konferenz der WAN-IFRA in Kuala Lumpur (Malaysia).

Online-Geschäft sichert Überleben nicht

 

Jedoch könne nicht damit gerechnet werden, dass die zusätzlichen Einnahmen aus dem Digitalbereich die Rückgänge im Printgeschäft signifikant ausgleichen könnten, warnte WAN-IFRA bereits im Dezember 2009. „Darum ist die Suche nach neuen Geschäftsmodellen – wie etwa dem kostenpflichtigen Zugang zu Online-Nachrichten – für viele Zeitungen von großer Bedeutung“, betonte Riess.

Große Hoffnungen verbindet der Weltverband auch mit der Expansion von mobilen Endgeräten wie dem iPhone oder dem iPad: Denn Nutzer seien es von jeher gewohnt, für mobile Inhalte bezahlen zu müssen. Gleichzeitig kritisierte der Verband die Haltung einiger Smartphone- und Tablet-PC-Anbieter, „bisher wenig Interesse an Inhalten und Partnerschaften zu zeigen“.

 

Die World Press Trends 2010 sind bei WAN-IFRA zu einem Preis zwischen 199 und 499 Euro (abhängig von Digital- oder Printversion) erhältlich. Mitglieder der in WAN-IFRA organisierten Verbände und damit auch Mitglieder der BDZV-Landesverbände zahlen 199 Euro bis 399 Euro. Kontakt: WAN-IFRA, Gilles Demptos, Telefon 0065/6562-8443, E-Mail: gilles.demptos(at)wan-ifra.org.

 

Internet: http://www.wan-ifra.org

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