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03. November 2005 | Allgemeines

Wochenzeitungen legen deutlich zu

IVW: 27,4 Millionen Zeitungen verkauft / Überregionale drei Prozent im Plus / Rückgänge vor allem in Ostdeutschland

Im dritten Quartal 2005 verkauften die deutschen Zeitungsverlage 27,45 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen pro Erscheinungstag. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal bedeutet dies einen Rückgang von –1,83 Prozent. Die Zeitungen in den alten Bundesländern hatten dabei mit –1,65 Prozent weniger Verluste zu verzeichnen als die in Ostdeutschland: Hier belief sich der Rückgang auf –3,17 Prozent. Im Vergleich mit dem Vorquartal, wo die Verluste noch 2,8 Prozent betragen hatten, fiel der Rückgang weniger stark aus.

Bei den Tageszeitungen kam es im Vergleich mit dem dritten Quartal 2004 insgesamt zu Ver­lusten von –1,36 Prozent (-296.834 Exemplare) auf 21,54 Millionen Exemplare. Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen mussten ein Minus von 1,82 Prozent (West: -1,3 Prozent / Ost –3,8 Prozent) verkraften. Die Auflage der Kauf­zeitungen ging um –1,38 Prozent zurück. Die Gattung „überregionale Zeitungen“ gewann ge­genüber dem dritten Quartal 2004 mit 3,08 Pro­zent (49.177 Exemplare) deutlich hinzu. Die Sonntagszeitungen beendeten das dritte Quartal 2005 mit starken Verlusten (-8,18 Prozent/-344.642 Exemplare). Dies ist auch auf die Ein­stellung eines Titels zurückzuführen. Die Gattung Wochenzeitungen gewann 6,79 Prozent (129.837 Exemplare) hinzu. Hier wurde ein Titel mit knapp 100.000 verkauften Exemplaren neu aufgenom­men.

Nach Vertriebswegen differenziert, lässt sich feststellen, dass die Zeitungen bei den Abonne­ments (-2,23 Prozent) und beim Einzelverkauf (-2,46 Prozent) verloren haben. Starke Zuwächse gab es beim sonstigen Verkauf (+15,13 Prozent / 96.794 Exemplare), leichte bei den eigens aus­gewiesenen Bordexemplaren (+3,43 Prozent / 13.259 Exemplare).

In der Kategorie Tageszeitungen gab es Abon­nementverluste bei den lokalen und regionalen Zeitungen (-2,11 Prozent) und den überregiona­len Zeitungen (-0,54 Prozent). Abonnementzu­wächse konnten dagegen einmal mehr die Kauf­zeitungen mit +12,58 Prozent verzeichnen. Die Sonntagszeitungen verloren deutlich (-15,95 Pro­zent); auch hier dürfte sich besonders die Ein­stellung der „HNA-Sonntagszeit“ in Kassel zum Ende des Jahres 2004 als eigenständiger Sonn­tagstitel bemerkbar machen. Die Wochenzeitun­gen gewannen deutlich hinzu mit 5,90 Prozent.

Die Verluste im Einzelverkauf kommen bei den Tageszeitungen ausschließlich im Westen zu­stande (-1,84 Prozent); dagegen gab es im Osten Zuwächse um 1,57 Prozent (5.137 Exemplare). Insbesondere die überregionalen Zeitungen profi­tierten gleichwohl im Einzelverkauf: Sie wuchsen im Westen um 5,59 Prozent, im Osten sogar um 55,96 Prozent an – letztere allerdings auf einer im Vergleich geringen Basis (+ 1.929 Exemplare). Bei den aufgrund ihrer hochwertigen Leserschaft eigens ausgewiesenen Bordexemplaren fällt er­neut auf, das hier die Zuwächse nur im Westen generiert werden (+3,68 Prozent) bei deutlichen Rückgängen im Osten (-7,91 Prozent). Das Minus im Osten entsteht ausschließlich durch Rück­gänge bei lokalen/regionalen Zeitungen. Eine ausführliche Darstellung der Auflagenzahlen ist allen Mitgliedsverlagen der ZMG zugegangen.

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