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16. März 2006 | Allgemeines

WM 2006: Online-Berichterstattung der Zeitungen ohne Beschränkungen möglich

BDZV begrüßt FIFA-Entscheidung als „Sieg der Vernunft“

Die Entscheidung des Weltfußballverbands FIFA, sämtliche geplanten Beschränkungen für die Online-Berichterstattung im Rahmen der WM 2006 zurückzunehmen, hat der BDZV am 13. März 2006 in Berlin als „Sieg der Vernunft“ ausdrücklich begrüßt.

Nach vielen konstruktiven Gesprächen mit der FIFA habe der BDZV immer darauf gesetzt, dass ein solches Ergebnis doch noch erreicht werde, sagte BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff. „Damit hat die FIFA zum Ausdruck gebracht, wie wichtig auch für sie die freie und ungehinderte Berichterstattung der Zeitungen ist.“ Jetzt hätten die Zeitungsredaktionen den notwendigen Frei­raum, auch online professionell über die Fußball­weltmeisterschaft 2006 zu berichten.

Das ursprüngliche Regelwerk der FIFA sah vor, dass Online-Fotos frühestens zwei Stunden nach Spielende gesendet werden sollten. Pro Spiel sollten fünf Bilder erlaubt sein sowie je zwei wei­tere pro Halbzeit bei Verlängerung. Bei einer In­formationsveranstaltung des BDZV am 23. Feb­ruar gaben die FIFA-Vertreter bekannt, dass die ersten Online-Fotos unmittelbar nach dem Schlusspfiff gesendet werden dürften. Daraufhin appellierte der BDZV nochmals nachdrücklich an die FIFA, die Reglementierungen komplett aufzu­heben (lesen Sie dazu bitte auch „BDZV Intern“ Nr. 6/2006 vom 22. Februar).

Die Entscheidung der FIFA war Ergebnis eines Treffens zwischen FIFA-Präsident Joseph S. Blatter und dem Geschäftsführer des Weltver­bands der Zeitungen (WAN), Timothy Balding, der darüber hinaus eine Gruppe bedeutender Nachrichtenagenturen (Deutsche Presse-Agen­tur, Agence France-Presse, Associated Press, Reuters, Getty Images und EPA) vertrat. Blatter äußerte zu der Einigung, dass die Gespräche „konstruktiv und Ausdruck des Willens der FIFA“ gewesen seien, eine für beide Seiten vorteilhafte Lösung zu finden. Fast alle namhaften Printme­dien verfügten heute über eine Online-Ausgabe, da sich die Lesegewohnheiten vermehrt ins Inter­net verschoben hätten. „Wir haben erkannt, dass die Veröffentlichung von Bildern und Texten im Sinn einer transparenten Informationspolitik, die der Pressefreiheit entspricht, gleich zu behandeln ist“, versicherte Blatter.

Für die Zukunft hofft der FIFA-Chef auf einen „offenen und fortwährenden Dialog“. Um weitere Missverständnisse zu vermeiden, werde künftig ein WAN-Vertreter in der FIFA-Medienkommis­sion mitarbeiten. WAN-Generalsekretär Timothy Balding erklärte seinerseits, dass der Weltver­band und die Weltpresse „diese weise und weit­sichtige Entscheidung von Joseph S. Blatter, die weltweit Dutzenden Millionen von Online-Zei­tungslesern zugute kommen wird“, begrüßten. Die Zeitungsverleger wüssten, dass dies für die FIFA keine einfache Entscheidung gewesen sei, „weshalb die Einigung umso erfreulicher ist“.

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