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26. März 2003 | Allgemeines

Wirtschaft will mehr Werbung nach 20.00 Uhr

VPRT fordert werbefreie ARD- und ZDF-Programme

Die deutsche Wirtschaft will im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auch nach 20.00 Uhr Werbung zeigen. Das verlangte am 19. März 2003 die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM), in der zahlreiche Großunternehmen vertreten sind.

Die Chefs von ARD und ZDF lehnten dies jedoch auf derselben Veranstaltung als politisch nicht durchsetzbar ab. Der ARD-Vorsitzende Jobst Plog und ZDF-Intendant Markus Schächter zeigten sich allerdings mit der Wirtschaft einig, dass es bei ARD und ZDF kein generelles Werbeverbot geben dürfe. Diese Forderung hat in den vergangenen Monaten der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber erhoben.

 

Auch der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) sprach sich für ein generelles Werbeverbot bei ARD und ZDF aus. „Die Äußerungen des ARD-Vorsitzenden Jobst Plog und des ZDF-Intendanten Markus Schächter zur Beibehaltung der Werbegrenze“ seien als „durchsichtiges politisches Manöver in der Diskussion um Werbung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu verstehen“, erklärte VPRT-Präsident Jürgen Doetz. Sein Verband bleibe bei der Forderung zur Abschaffung der Werbung bei ARD und ZDF. Es gehe darum, die Schieflage zu Lasten des privaten Rundfunks im dualen System zu verringern und dafür Rechnung zu tragen, „dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit seinen Gebühren und Werbegeldern nicht immer stärker in Bereiche expandiert, die dem Grundversorgungsauftrag nicht entsprechen“.

 

Dagegen hatte der OWM-Vorsitzende Hans-Dieter Liesering, zugleich Manager der Deutschen Bank, neben dem Wegfall der 20.00-Uhr-Grenze im Fernsehen gefordert, auch die Werbezeit von ARD und ZDF von 20 auf täglich 30 Minuten auszuweiten. Die Wirtschaft erreiche mit der TV-Werbung einen Großteil der Bevölkerung nicht mehr, kritisierte Liesering unter Hinweis darauf, dass die öffentlich-rechtlichen Sender in der Hauptsendezeit 20.00 bis 23.00 Uhr über einen Zuschaueranteil von 46 Prozent verfügten. Das Werbeverbot nach 20.00 Uhr treibe die Preise bei den Privatsendern in die Höhe und mache Deutschland zum „mit Abstand teuersten Werbemarkt Europas“.

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