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18. März 2004 | Allgemeines

Wird der Virtuelle Arbeitsmarkt noch teurer?

Online-Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit darf höchstens 163 Millionen kosten

Die elektronische Stellenvermittlung der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) wird möglicherweise noch teurer als bisher bekannt. Wie das Hamburger Magazin „Der Spiegel“ in einer Vorabmeldung vom 13. März 2004 berichtete, geht aus einem internen Sachstandsbericht des Vorstands zum „Virtuellen Arbeitsmarkt“ hervor, dass der weitere Ausbau des Online-Angebots zahlreiche technische Risiken enthalte, die „zu weiteren Kostensteigerungen führen“ könnten.

Die möglichen Mehrausgaben könnten zwar „noch nicht beziffert werden“, so der Bericht. Sie seien aber „in der bisherigen Kostenübersicht nicht enthalten“.

 

Erst vor wenigen Wochen hatte Agentur-Chef Frank-Jürgen Weise den Gesamtaufwand des Projekts mit rund 165 Millionen Euro angegeben, nachdem seine Controller zuvor ermittelt hatten, dass das Projekt wesentlich teurer wird als ursprünglich geplant. Zu den bislang nicht einkalkulierten Risiken zählen, so der „Spiegel“-Bericht, zu geringe Leistungskapazitäten des Systems sowie die „Komplexität und Vielzahl der zu berücksichtigenden Schnittstellen“. Das Sicherheitskonzept der geplanten zweiten Ausbaustufe sei zudem „bislang wegen Mängeln nicht abgenommen“ worden.

 

Darüber hinaus bestätigt der Bericht den Verdacht, dass mehrere Aufträge des Projekts möglicherweise nicht ordnungsgemäß erteilt wurden. So habe die Agentur zahlreiche Zusatzleistungen ohne Ausschreibung an die Kronberger Software-Firma Accenture vergeben, obwohl die „Voraussetzungen hierfür nicht hinreichend dargelegt wurden“. Der BDZV hatte schon frühzeitig seine Kritik an der Online-Jobbörse der BA geäußert. Hier dränge sich eine Behörde mit einem Zig-Millionen-Etat in einen funktionierenden Markt, der privatwirtschaftlich organisiert sei. Die Vorbehalte der Zeitungsverleger hatte der BDZV auch in Treffen mit dem Vorstand der BA sowie vor kurzem in einem Gespräch mit Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement geäußert.

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