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17. November 1998 | Digitales

Wettbewerb um User und Werbebudgets

Verlage konkurrieren bei Portal-Sites

Die neue Produktform im Online-Markt kennzeichnet nicht nur die häufig genutzten Web-Sites, die den Ausgangspunkt für den virtuellen Streifzug durch das Internet bilden, sondern charakterisiert auch eine neue Form des intramedialen Wettbewerbs.

Für die Navigationshilfen (Suchmaschinen und Webkataloge) wie Yahoo, Excite, Lycos, Alta Vista, Fireball oder Web.de war es bereits in der Vergangenheit das erklärte Ziel, den inhaltlichen Zugang des Nutzers zum Internet zu dominieren. Durch den Ausbau der Informationen mit aktuellen Nachrichten und themenspezifischen Hintergrunddarstellungen mit Links etc. haben sich diese Dienstleister in ihrem Funktionsumfang dem Profil von Verlagsangeboten angenähert. Auch die proprietären Online-Dienste AOL, Compuserve und T-Online haben ihre stark genutzten Einstiegsseiten nicht nur mit redaktionellen Inhalten angereichert, sondern auch um strukturierende Elemente wie Suchmaschinen und Web-Kataloge ergänzt. Microsoft hat gar seinen nur mäßig erfolgreichen Online-Dienst Microsoft-Network (MSN) komplett eingestellt und sich vollständig auf den Aufbau seines Portals (www.msn.de) konzentriert. Bis Ende des Jahres sollen die nationalen Portale um weltweit 24 lokale Portal-Sites ergänzt werden. Damit wird deutlich, daß Portal-Sites nicht nur eine Konkurrenz für überregionale Verlagsangebote darstellen, die - wie die Beispiele Focus, Stern und Spiegel zeigen - bereits auf diesen Trend reagiert haben. Zahlreiche Zeitungsangebote, die bereits seit längerer Zeit regionale Suchmaschinen und regionale Kataloge betreiben, haben sich ebenfalls für den neuen Wettbewerb gerüstet.

Quelle: Handelsblatt, 13.10.1998

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