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21. Oktober 2005 | Allgemeines

Werbewirtschaft wächst wieder

Nielsen Media Research meldet 4,7 Prozent Zuwachs / GWA Herbstmonitor

Das Wachstum des Werbemarkts in den klassischen Medien hat im Jahresverlauf 2005 zugelegt: Die Bruttowerbeinvestitionen stiegen in den ersten neun Monaten, verglichen mit der Vorjahresperiode, um 4,7 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro. Dabei habe sich, wie das Hamburger Marktforschungsunternehmen Nielsen Media Research GmbH am 14. Oktober 2005 in Hamburg mitteilte, das Wachstum in den ersten beiden Quartalen im dritten noch verstärkt.

Von der Steigerung der Bruttowerbeausgaben um 600 Millionen Euro entfällt der größte Anteil (247 Millionen Euro) auf die Medien selbst und hier insbesondere auf die Printmedien, die sich neben ihrem Anzeigenvertrieb vor allem auf neue Einnahmequellen und Zusatzgeschäfte konzent­rieren und diese durch Werbeschaltungen för­dern. Der Bereich der Telefon- und Faxdienste wuchs um 77 Millionen Euro. Außerdem wurden im dritten Quartal verstärkt Autos, Bier und die Telekommunikation beworben; rückläufig war hingegen die Werbung für Kraft- und Schmier­stoffe. „Vor dem Hintergrund der Benzinpreisdis­kussion haben sich die großen Mineralölkonzerne erkennbar zurückgehalten“, sagte dazu Nielsen-Geschäftsführer Ludger Wibbelt.

Die Werbeaufwendungen der ersten drei Quartale verteilen sich unterschiedlich auf die einzelnen Mediengattungen: Die Tageszeitungen wuchsen um 9,1 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro, wobei allerdings das für die Tageszeitungen be­sonders wichtige Rubrikanzeigen- und lokale Geschäft nicht berücksichtigt werden. Das Fern­sehen konnte um 3,5 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro zulegen. Zeitschriften verzeichneten mit einem Werbeumsatz von 2,7 Milliarden Euro ei­nen Rückgang von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Steigerungen im zweistelligen Bereich erzielten Hörfunk (+19,7 Prozent/834 Millionen Euro) und Plakat (+11,4 Prozent/464 Millionen Euro). Die Fachzeitschriften erhöhten ihre Wer­beeinnahmen um 1,9 Prozent auf 318 Millionen Euro.

GWA-Herbstmonitor 2005

Auch der Gesamtverband Kommunikations­agenturen (GWA) sieht das Jahr 2005 unter wirt­schaftlich positiven Vorzeichen: „Die Umfrageer­gebnisse unter GWA-Agenturen begründen die Hoffnung, dass die Agenturbranche erstmals wieder etwas stärker als das gesamtwirtschaftli­che Wachstum zulegt“, sagte GWA-Präsident Holger Jung anlässlich der Präsentation der Er­gebnisse des GWA-Herbstmonitors Ende Sep­tember 2005 in Berlin. Auswirkungen würden vor allem auf dem Personalmarkt erwartet: Knapp die Hälfte der Agenturen habe angegeben, im Jahr 2005 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt zu haben; für 2006 werde ein weiterer Personalausbau prognostiziert.

Laut GWA-Herbstmonitor waren 59 Prozent der Geschäftsführer mit der Umsatzentwicklung ihrer Agentur im ersten Halbjahr 2005 „eher oder sehr zufrieden“. Im Vorjahr hatte der Vergleichswert bei 55 Prozent gelegen, 2003 bei 33 Prozent. Allerdings wird die Branchenentwicklung pessi­mistischer gesehen als die der eigenen Agentur: Jeweils 41 Prozent der Befragten erwarten mehr oder den gleichen Umsatz. Für 2006 geht die Hälfte der Agenturchefs von einem weiteren Um­satzwachstum ihrer Agentur aus. Ein gutes Viertel rechnet mit gleichbleibendem Umsatz, zwei Pro­zent mit weniger. 16 Prozent haben keine Prog­nose abgegeben.

Wie Jung weiter berichtete, zeigten die Spen­ding-Signale von Kundenseite im Vergleich zum Vorjahr „eine leicht steigende Tendenz“. Die am häufigsten genannten Branchen seien Pharma/Gesundheitsvorsorge, Banken/ Finanz­dienstleister, Nahrungs- und Genussmittel, Tele­kommunikation und Automobilindustrie.

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