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16. November 2005 | Allgemeines

Werbeverbote sind Denkverbote

BDZV-Präsident Helmut Heinen bei VDC-Vortragsveranstaltung über „Freiräume der Kommunikation“

Werbeverbote sind kein geeignetes Instrument zum Verbraucherschutz. Werbeverbote sind Denkverbote! Das erklärte BDZV-Präsident Helmut Heinen anlässlich der Vortragsveranstaltung zum Thema „Freiräume der Kommunikation“, die der Verband der Cigarettenindustrie (VDC) am 2. November 2005 in Berlin veranstaltete.

Wenn die Kommission in Brüssel tatsächlich der Auffassung sei, dass Tabakprodukte gesund­heitsschädigend sind, müsste sie konsequenter­weise Zigarren und Zigaretten nur noch auf staat­liche Einzelgenehmigung aus­geben oder komplett verbieten, meinte Heinen nicht ohne Ironie. Statt­dessen werden einmal mehr die Werbung als Sündenbock für gesell­schaftliche und soziale Fehlentwicklungen miss­braucht.

Obendrein beschädigten Werbeverbote, warnte Heinen, das wirtschaftliche Fundament der Presse, die nun einmal auf Einnahmen aus der Werbung angewiesen sei. Käme es aufgrund von EU-Regelungen zu einer drastischen Reduzie­rung der Werbeeinnahmen insgesamt, so be­drohe dies nicht nur die Vielfalt der Zeitungen; allein in Deutschland und Österreich würden sich darüber hinaus die Medienausgaben um vier Milliarden Euro verringern - und mehr als 100.000 Arbeitsplätze gerieten in Gefahr.

Der BDZV-Präsident wies in diesem Zusam­menhang darauf hin, dass die deutsche Presse sich im Werblichen wie im Redaktionellen Selbst­verpflichtungen auferlegt habe, die vom Deut­schen Werberat und vom Deutschen Presserat überwacht würden. Ein Gremium in Brüssel, das detailliert vorschreibe, welche Elemente in einer Anzeige enthalten sein müssten und welche nicht, sei daher vollkommen überflüssig. Gleichzeitig nannte er es grotesk, dass zwar einer­seits Wer­bung, die klar als solche gekennzeich­net ist, in den Augen der EU-Kommission des Teufels sei, dass die EU andererseits jedoch plane, die Re­geln für Product Placement zu lo­ckern. Hier hätten die Bürger überhaupt keine Chance zu erkennen, wo für die Verwendung von Produkten oder die Setzung von Themen im Fernsehen durch Kunden bezahlt wurde. Was da von der EU-Kommission unter den wohlklingen­den Beg­riffen „Liberalisierung“ und „Deregulie­rung“ ange­boten werde, bedeute in der Konse­quenz eine Aufhebung der sauberen Trennung von Werbung und Programminhalten, kritisierte Heinen. Die Zeitungsverleger könnten davor nur warnen. Nicht nur das Fernsehen, sondern alle Medien würden durch eine solche Regelung ver­lieren.

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