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12. September 2002 | Allgemeines

Werbeverbote bedrohen Existenz der Medien

ZAW stellt „Schwarzbuch“ über Eingriffe in die Kommunikationsfreiheit der Wirtschaft vor

Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) hat am 27. August 2002 in Berlin vor den schwerwiegenden Folgen geplanter Werbeverbote gewarnt.

Der wegen der schlechten Konjunktur von Umsatzeinbußen von bis zu fünf Prozent betroffenen Branche drohten weitere Verluste von 3,6 Milliarden Euro oder fast 17 Prozent der Netto-Werbeumsätze, würden alle derzeit diskutierten Werbeverbote und –beschränkungen eingeführt, erklärte ZAW-Präsident Hans-Henning Wiegmann anlässlich der Präsentation eines „Schwarzbuchs Werbeverbote – Deformation der Marktwirtschaft“. Mit den Verlusten von Honoraren und Gehältern in der Werbebranche und Umsatzeinbußen in der Werbemittelproduktion ergebe sich sogar ein Umsatzausfall von 4,7 Milliarden Euro, warnte Wiegmann. Die Branche verzeichne schon das zweite Jahr nacheinander Umsatzeinbußen, bestätigte ZAW-Geschäftsführer Volker Nickel. 2001 war der Umsatz um fünf Prozent auf 31,5 Milliarden Euro zurückgegangen. Hoffnungen auf eine Belebung in der zweiten Jahreshälfte hege er nun nicht mehr. Erst für das kommende Jahr sei wieder „ein leichtes Plus“ zu erwarten.

 

Der ZAW beklagte insbesondere, dass die EU-Kommission gegenwärtig eine zukünftige europäische Werberechtsordnung inszeniere, „die sich ausschließlich am lebensuntauglichen Konsumenten orientiert“. Noch in diesem Jahr wolle die Kommission einen entsprechenden Richtlinienvorschlag publizieren. Brüssel arbeite nicht an der Beseitigung von Werbeverboten in den Mitgliedstaaten, sondern an deren Vergemeinschaftung. Der ZAW wies in diesem Zusammenhang auf das geplante Werbeverbot für Tabakwaren hin. Ferner solle die ohnehin beschränkte Werbefreiheit für alkoholische Getränke weiter beschnitten werden. Darüber hinaus erwäge die Europäische Union ein Verbot der Werbung vor, während und nach Kindersendungen sowie Beschränkungen der Automobilwerbung.

 

Vor diesem Hintergrund forderte die Dachorganisation der werbenden Wirtschaft in Deutschland, der Werbemarkt müsse dereguliert und entbürokratisiert werden und der Verbraucherschutz „angemessen und an der Lebenspraxis orientiert sein“. Das „Schwarzbuch Werbeverbote – Deformation der Marktwirtschaft“ kann unentgeltlich bezogen werden über: Verlag Edition ZAW, Fax 0228/357583.

 

Internet: www.zaw.de

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