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02. August 2001 | Allgemeines

Werbemarkt wächst stärker als Gesamtwirtschaft

Prognos AG erwartet positive Entwicklung

Trotz der schlechten Vorzeichen für das Werbejahr 2001 sieht die Prognos AG die weitere Entwicklung positiv. Das Schweizer Forschungsinstitut verspricht der deutschen Werbewirtschaft in seiner aktuellen Studie "Werbemarkt 2011", die im Auftrag der ProSieben-SAT.1-Tochter Seven One Media erstellt wurde, ein Umsatzwachstum.

Der Umsatz soll von 23,3 Milliarden Euro im Jahr 2000 um 1,5 Prozent auf 23,7 Milliarden Euro im laufenden Jahr ansteigen. Das Fernsehen soll mit einem Plus von zwei Prozent die höchste Zuwachsrate erzielen. Während die Tageszeitungen laut Prognos mit 1,5 Prozent durchschnittlich wachsen, sieht das Institut bei den Publikumszeitschriften mit 1,3 Prozent ein für dieses Segment leicht unterdurchschnittliches Wachstum.

Nach dem Ausnahmejahr 2000 befinde sich der Werbemarkt damit auf dem Weg zurück zur Normalität, so dass sich von 1999 aus betrachtet ein linearer Wachstumsverlauf abzeichnet, sagen die Forscher. "Dieses Jahr war wirklich das schwierigste", erklärte dazu der Vize-Direktor der Prognos AG, Klaus Schrape. Zum einen habe die Konjunktur an Fahrt verloren, zum anderen sei insbesondere das Potenzial der Online-Werbung überschätzt worden. Von einer allgemeinen Werbekrise könne aber keine Rede sein. "Die grundlegende Aufwärts-Entwicklung des Werbemarkts ist nicht in Gefahr."

Insgesamt soll der deutsche Werbemarkt im nächsten Jahr wieder anziehen und mit jährlichen Steigerungsraten von gut vier Prozent bis 2005 ein Volumen von über 28 Milliarden Euro erreichen. Vor allem das Fernsehen soll von den steigenden Umsätzen profitieren.

Wie der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) in Bonn mitteilt, hat sich auch die "seit drei Jahren überhitzte Suche nach Experten für die Werbebranche" in der ersten Hälfte 2001 abgekühlt: Die Stellenausschreibungen von Werbeagenturen, Medien und werbenden Firmen sind um 40 Prozent auf 4.132 zurückgegangen. Danach suchten die Werbeagenturen nun 2.409 (-50 Prozent) Werbefachleute, insbesondere Grafiker, Kontakter und Art-Direktoren. Die Zahl der Stelleninserate der Medien (-22 Prozent) ging auf 724 zurück, die der werbungtreibenden Wirtschaft auf 999 (-15 Prozent). Gleichzeitig prognostiziert der ZAW, dass der jetzt einsetzende Effekt der geburtenschwachen Jahrgänge in Deutschland zu "heftigen Nachwuchsproblemen in den meisten Branchen der deutschen Wirtschaft" führen werde. So werde die Werbebranche in einer soeben vom Institut der deutschen Wirtschaft veröffentlichten Studie über zukünftige Engpässe im deutschen Arbeitsmarkt "mit an vorderster Stelle der betroffenen Beschäftigungsbereiche eingestuft".

Im Internet: www. prognos.ch und www.zaw.de

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