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14. November 2002 | Allgemeines

Werbeagenturen vertagen den Aufschwung

GWA erwartet Umsatzminus / Holger Jung neuer Präsident

Die Werbewirtschaft kann auch für das Jahr 2003 keine Erholung der Kommunikationsbranche erkennen. Angesichts der Wirtschaftslage rechnen die deutschen Werbeagenturen mit einem Umsatzrückgang zwischen drei und fünf Prozent, heißt es im Herbstbericht des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen (GWA).

Auch für das laufende Jahr erwarten die Verbandsmitglieder, die 80 Prozent der deutschen Agenturbranche repräsentieren, keine spürbaren Zuwächse mehr: „Deutlich unter einem Prozent Wachstum“ lautet die Prognose der Agenturen. Noch im Frühjahr 2002 hat der GWA ein Wachstum von 3,5 Prozent vorausgesagt.

 

„Selten zuvor in der Nachkriegsgeschichte war das Geschäftsklima in Deutschlands Kommunikationsagenturen von soviel Zurückhaltung und Pessimismus geprägt“, erklärte dazu der scheidende GWA-Präsident Lothar S. Leonhard. Bei den Werbungtreibenden habe sich die Tendenz, Investitionen in Werbung zu verringern, im aktuellen Krisenjahr verstärkt. Der Geschäftsverlauf sei der schlechteste seit drei Jahren.

 

Die Werbeinvestitionen seien im ersten Halbjahr 2002 deutlich zurückgegangen, heißt es im GWA-Bericht. Nur drei Prozent der befragten Agenturen gaben an, dass sie mit dem Geschäftsverlauf sehr zufrieden seien (2001: 15 Prozent). Für das zweite Halbjahr 2002 erwarten nur 28 Prozent einen ansteigenden Geschäftsverlauf für die eigene Agentur (2001: 37 Prozent), 47 Prozent rechnen wie im Vorjahr mit einem gleichbleibenden Ergebnis und ein Viertel der Agenturen erwartet für den Rest des Jahres sinkende Umsätze. Noch schlechter sieht die Prognose für das Gesamtjahr aus: Hier erwarten mehr als die Hälfte der Agenturen einen sinkenden Umsatz und sinkende Renditen.

 

Anlässlich der Jahresmitgliederversammlung am 25. Oktober 2002 in Berlin wurde Holger Jung, Mitinhaber der Agentur Jung von Matt, von den GWA-Delegierten an die Spitze des Verbands gewählt. Jung löst Lothar Leonhard ab, der der Organisation sechs Jahre lang als Präsident vorgestanden hatte. In seiner Antrittsrede nannte Jung als zentrale Themen der kommenden zwei Jahre insbesondere Werbeverbote und Urheberrechtsfragen. „Werbeverbote treten die Grundwerte der freien Marktwirtschaft mit Füßen“, warnte der GWA-Präsident. Beim Urheberrecht – „ein schlafender Vulkan“ – sah er auch neuartige Branchenvertretungsaufgaben auf den GWA zukommen.

 

Internet: www.gwa.de

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