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11. April 2006 | Allgemeines

Wer Zeitung liest, findet eher einen Ausbildungsplatz

1.500 Schulklassen am Projekt „Zeitung 4you“ beteiligt / ZVNRW-Jahrestagung: Kritik an EU-Plänen zu Product Placement

Das Interesse von Schülern an der Tageszeitung sei enorm. Tägliches Zeitungslesen stärke das Allgemeinwissen und erleichtere den Berufseinstieg. Das beweise die Leseforschung, erklärte Clemens Bauer, Vorsitzender des Zeitungsverleger Verbands Nordrhein-Westfalen (ZVNRW) und Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheinisch-Bergischen Verlaggesellschaft in Düsseldorf, anlässlich der Jahrestagung des Verbands in Ibbenbüren am 6. April 2006.

Die gemeinsam mit dem Schulministerium ins Leben gerufene Lesekampagne „Zeitung 4you“ sei ein Erfolg. „Wir sind begeistert von dem Pro­jekt, bei dem alle Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen mitma­chen“, würdigte Bauer das in Deutschland bisher beispiellose Projekt. Die Ak­tion läuft noch bis zum 23. Juni.

Scharfe Kritik äußerte Bauer an der Absicht der Bundesregierung, die Pflichtveröffentlichung von Handelsregisteranzeigen in Zeitungen bis spä­testens 2009 abzuschaffen. Eine Umfrage unter 1.400 Unternehmen habe ergeben, dass 63 Pro­zent der Firmen dies nicht für sinnvoll halten. Der ZVNRW-Vorsitzende appellierte an die NRW-Landesregierung, sich dafür einzusetzen, wichtige Wirtschaftsinformationen weiterhin in den Zeitun­gen zu veröffentlichen: „Wer die Zeitungen als führendes Medium der politischen Information schätzt, darf ihre wirtschaftliche Basis nicht be­schädigen.“ Erfreulich sei, so Clemens Bauer, die Entwicklung des von den NRW-Zeitungsverlagen betriebenen lokalen Hörfunks: Seit sechs Jahren sende der NRW-Lokalfunk das bundesweit reichweitenstärkste Radioprogramm. Der Mantel­programmanbieter Radio NRW habe mit einem Umsatz von 69,2 Millionen Euro im Jahr 2005 „den besten Wert seiner Unternehmensge­schichte erzielt“.

Wie der Landesverbandsvorsitzende sprach sich auch BDZV-Präsident Helmut Heinen für eine klare Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbung in allen Medien aus und betonte in seinem Grußwort die ablehnende Haltung der Zeitungsverleger gegenüber Plänen der EU-Kommission zur Zulassung von Product Place­ment im Fernsehen. Die geplanten Änderungen seien nicht dazu geeignet, eine Irreführung des Verbrauchers auszuschließen und die redaktio­nelle Unabhängigkeit zu sichern. Diese Meinung werde im Übrigen auch vom Bundesrat geteilt.

Als einen Erfolg könnten die Zeitungsverleger, so Heinen weiter, verbuchen, dass der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Presseprodukte von sie­ben Prozent gehal­ten werden konnte, obwohl die Bundesregierung für das Jahr 2007 eine Mehr­wertsteuererhöhung um drei Prozentpunkte auf dann 19 Prozent an­gekündigt habe. Positives hatte der BDZV-Präsi­dent auch von den Ver­handlungen des BDZV mit der FIFA zu berichten: Während der kommenden Fußball-Weltmeister­schaft sei die Online-Bericht­erstattung der Zei­tungen ohne Beschränkungen möglich. So könn­ten Fotos in beliebiger Zahl pa­rallel zum Spiel in den Online-Auftritten der Zei­tungen eingestellt werden. Auch der Einsatz der FIFA-Bildmarken im Redaktionellen unterliege (fast) keinen Ein­schränkungen.

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