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21. September 2015 | Veranstaltungen

"Wem gehört der Sport?"

Müssen Medienhäuser einen Lizenzbeitrag an die Vereine entrichten, um im Bewegtbild von Amateurfußballspielen berichten zu können? Das war eine der Fragen beim Panel „Wem gehört der Fußball?“ mit Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fußball-Bunds, Hans Georg Schnücker, Geschäftsführer Verlagsgruppe Rhein Main, Mainz, und Joachim Braun, Chefredakteur "Nordbayerischer Kurier", Bayreuth. Moderiert wurde die Runde von der ZDF-Sportexpertin Katrin Müller-Hohenstein.

Zeitungskongress_2015_1784_4.jpgJoachim Braun vertrat die These, dass Videoberichterstattung im gleichen Kontext zu behandeln sei wie Wort- und Bildberichterstattung; Amateurfußball sei keine Ware und daher könne man sogar von einem Eingriff in die Pressefreiheit sprechen. Georg Schnücker ergänzte, dass solche Forderungen der Vereine keine gute Entwicklung für regionale Verlage darstellten – am Ende bestünde die Gefahr, dass kritisch berichtende Journalisten von den Spielen ausgeschlossen würden. Wolfgang Niersbach begrüßte, dass über Amateurfussball berichtet wird und begründet diese geplanten Gebühren als Ausgleich zu den relativ niedrigen Mitgliedsbeiträgen. Dem hielt Braun entgegen, es sei vornehmste Aufgabe des Verbands, den Spielbetrieb zu organisieren; würden die Medienhäuser nur als Dienstleister gesehen, der gratis Videos zur Verfügung stellt, könne man nicht von Partnerschaft reden.

Diese hatte Niersbach bei seiner Impuls-Rede zu Beginn beschworen, als er seine Affinität zu den Medienhäusern durch einen kurzweiligen Überblick seiner eigenen journalistischen Karriere skizzierte. Ein eigenes publizistisches Angebot schließe ein partnerschaftliches Miteinander nicht aus: „Wir werden unsere eigenen Plattformen weiterhin stärken, aber wir stehen absolut zur Kooperation mit den Verlagshäusern. Es ist wichtig, eine freie und kritische Berichterstattung zu haben“, äußerte sich der DFB-Präsident.

 

 

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