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06. August 1998 | Ausland

Weltverband kritisiert Zeitungsschließung im Iran

Der Weltverband der Zeitungen (WAN) hat gegen die Schließung zweier Zeitungsverlage im Iran und die Entlassung der Mitarbeiter durch die Regierung protestiert. In einem Schreiben an den iranischen Präsidenten Mohammed Chatami protestierte WAN-Präsident Bengt Braun gegen die Urteile des Teheraner Gerichts. Danach darf der Verleger der populären Tageszeitung "Jameh", Hamid-Reza Jalai-Pour ein Jahr lang nichts publizieren; der Direktor der Tageszeitung "Gozarech-e Rouz", Mohammed Mahdavi Khorrami, darf drei Jahre lang eine Publikation weder besitzen noch herausgeben. Khorrami wurde darüber hinaus zur Zahlung einer Strafe von zwölf Millionen Rial verurteilt, da er "Lügen" publiziert und gegen den öffentlichen Anstand verstoßen habe. Der WAN-Präsident erinnerte Chatami daran, daß Meinungsfreiheit ein "fundamentales Menschenrecht" sei, und appellierte, der iranische Präsident möge alles in seiner Macht stehende tun, um die Urteile gegen die beiden Journalisten aufzuheben.

Ferner forderte der Weltverband der Zeitungen den usbekischen Präsidenten Islam Karimov auf, die Verurteilung des 62 Jahre alten Radioreporters Shadi Mardiev zu elf Jahren Gefängnis aufzuheben. Mardiev war nach einer satirischen Sendung über angebliche korrupte Praktiken des lokalen Staatsanwalts verhaftet worden und gilt als schwer krank. WAN-Präsident Bengt Braun appellierte in seinem Schreiben an den usbekischen Präsidenten, alles nur Mögliche für die Freilassung des Journalisten zu unternehmen.

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