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14. Juni 2001 | Allgemeines

Weltkongress der Verleger fordert Pressefreiheit in ChinaWeltkongress der Verleger fordert Pressefreiheit in China

"Goldene Feder der Freiheit" an zwei Journalisten aus Burma

Mit dem dringenden Appell an die chinesische Staatsführung, endlich die Unterdrückung des freien Wortes aufzugeben und Meinungs- und Pressefreiheit zu gewährleisten, wurde am 4. Juni 2001 in Hongkong der 54. Weltzeitungskongress eröffnet.

Mit dem dringenden Appell an die chinesische Staatsführung, endlich die Unterdrückung des freien Wortes aufzugeben und Meinungs- und Pressefreiheit zu gewährleisten, wurde am 4. Juni 2001 in Hongkong der 54. Weltzeitungskongress eröffnet.

Es bleibe nur noch wenig Zeit, die neue Spirale der Repression in China umzukehren, erklärte der Präsident der Weltverlegerorganisation WAN, Roger Parkinson, in seiner Eröffnungsrede vor mehr als 1.000 Verlegern, Geschäftsführern und Chefredakteuren. Parkinson wies darauf hin, dass es für die Entwicklung eines Landes völlig kontraproduktiv sei, die Bevölkerung vom freien Fluss der Informationen und Meinungen abzuschneiden. Die neuen Formen der Informationsverteilung gäben immer mehr Leuten die Möglichkeit, Meinungen und Ideen völlig frei und unabhängig auszutauschen. Dies seien die Wesensmerkmale jeder modernen und zukunftsorientierten Gesellschaft. Auch die chinesische Führung habe jetzt die Möglichkeit, einen solchen Prozess in Gang zu setzen.

Mit der jährlich von der WAN verliehenen "Goldenen Feder der Freiheit" wurden im Rahmen des Zeitungskongresses die beiden burmesischen Journalisten San San Nweh und U Win Tin ausgezeichnet. Die Journalisten verbüßen langjährige Haftstrafen, weil sie die burmesische Freiheits- und Demokratiebewegung unterstützt haben. Beide hätten unvorstellbare Qualen erlitten und seien gesundheitlich in einem kritischen Zustand, teilte die WAN mit. Ruth de Aquino, Präsidentin des Weltforums der Chefredakteure, nannte die Schicksale der beiden Preisträger "eine Geschichte des Grauens". Den Preis nahm der burmesische Rechtsanwalt und Freiheitskämpfer Aung Ko entgegen.

Wie schlimm es um die Freiheit der Presse und um die Arbeit von unabhängigen Verlegern und Journalisten in vielen Ländern der Welt bestellt ist, wurde einmal mehr deutlich, als sich in Hongkong Vertreter aus vielen Problemländern am "Runden Tisch" austauschten. Zensur, Verhaftungen, Gewalt, Folter und Mord gehören in vielen Ländern zum traurigen Alltag von Journalisten und Verlegern. Scharf kritisiert wurde unter anderem auch die Situation in Russland, wo die Medien unter einem enormen politischen Druck stehen.

Der Vorstandsvorsitzende der Südkoreanischen Tageszeitung "JoongAngIlbo", Seok Hyun Hong, wurde beim Weltzeitungskongress von der WAN-Generalversammlung zum Ersten Vizepräsidenten der WAN gewählt. Hong sei der erste Asiat in dieser Position, teilte die WAN mit. Damit habe er die Möglichkeit, im Mai des kommenden Jahres Präsident der Organisation zu werden.

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