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15. März 2000 | Veranstaltungen

Welt-Kongress der Zeitungen in Rio de Janeiro

"Können die Zeitungen in einer digitalisierten Welt überleben?", ist eine der zentralen Fragen, die beim 53. Weltkongress der Zeitungen vom 11. bis zum 14. Juni 2000 in Rio de Janeiro diskutiert werden. Wie der Weltverband der Zeitungen (WAN) dazu mitteilt, sollen in diesem Jahr vor allen Dingen solche Blätter präsentiert werden, die ihre defensive Einstellung gegenüber neuen Formen der Information, Kommunikation und des Vertriebs zu Gunsten einer "entschieden offensiven Haltung" aufgegeben haben. Zu den nach Rio gebetenen Experten zählt unter anderem Mark H. Willes, Präsident und Vorsitzender der amerikanischen Zeitungsgruppe Times Mirror. Willes sieht sich in den USA immer wieder Prognosen ausgesetzt, wonach das Internet den Zeitungen binnen fünf Jahren das Wasser abgraben werde. Gleichwohl wachsen und gedeihen die Blätter der Mirror-Gruppe sowohl nach Auflage wie auch nach Anzeigenvolumen. Vor diesem Hintergrund will der Manager aufzeigen, weshalb er auch für die nächsten Jahre ein weiteres Wachstum der Titel erwartet und warum das Internet seiner Meinung nach - ganz im Gegensatz zu den Prognosen - zum Geschäftserfolg beitragen wird. Interessante Beiträge zur Zukunft der Zeitung werden in diesem Jahr auch von zwei der wichtigsten Zulieferer der Zeitungsindustrie erwartet: Gerd Finkbeiner, Vorstandsvorsitzender von MAN Roland, wird mehrere Möglichkeiten der künftigen Entwicklung auf dem Gebiet des Zeitungsdrucks (unter besonderer Berücksichtigung der Digitalisierung) erläutern, und Joseph McGrath, Präsident von Global Industries/Unisys Corporation, wird darlegen, wie die Technik zur Veränderung des Zeitungswesens und zur Erlangung von Vorteilen aus der sogenannten "neuen Wirtschaft" genutzt werden kann. Der 53. Weltkongress der Zeitungen in Rio de Janeiro wird eröffnet mit Ansprachen des brasilianischen Präsidenten, Fernando Henrique Cardoso, des WAN-Präsidenten Bengt Braun sowie des Präsidenten des Verbands Brasilianischer Zeitungen, Paulo Cabral. Gleichzeitig findet das 7. Internationale Forum der Chefredakteure statt, bei dem unter anderem NATO-Sprecher Jamie Shea sowie der russische Journalist Pavel Gusev als Redner auftreten werden. Shea wird sich mit dem für kriegführende Parteien wie für Kriegsberichterstatter schwierigen Thema "Informationspolitik zu Kriegszeiten" befassen; Gusev war unlängst wegen seiner Äußerung in die Schlagzeilen geraten, wonach die Pressefreiheit in Rußland von der Großindustrie und den Zensurgelüsten des amtierenden Ministerpräsidenten Wladimir Putin bedroht sei. Die Anmeldung zu Kongress und Forum der Chefredakteure ist direkt über die Website der WAN möglich:

www.wan-press.org/congress.forum/
pages/frames/frame.registration
.

Die Teilnahmegebühr für den Kongress beträgt gut 2.600 Mark, für das Chefredakteursforum rund 2.300 Mark. Für den Flug wurden im Vorfeld von der WAN mit Varig Brazil sehr günstige Konditionen ausgehandelt. Alle über die Landesverbände angeschlossenen Mitgliedsverlage finden sämtliche Reiseunterlagen in dem beiliegenden WAN-Umschlag.

Untersuchung: Online-Zeitungen

Im Vorfeld des Kongresses unternimmt der Weltverband der Zeitungen gemeinsam mit der Innovation Media Consulting Group eine Online-Untersuchung der Zeitungsangebote im Internet. Alle Verlage mit Online-Angeboten sind eingeladen, daran teilzunehmen. Der kurze Fragenkatalog (in englischer Sprache) ist zu finden unter:

www.innovacion.com/survey. Die Beiträge werden annonymisiert; alle Teilnehmer erhalten eine Zusammfassung der Ergebnisse weltweit. Die aus der Untersuchung gewonnen Erkenntnisse sollen darüber hinaus beim 53. Weltkongress der Zeitungen vorgestellt werden.

Internet: www.wan-press.org.

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