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11. Mai 2007 | Namen und Nachrichten

WAZ-Mediengruppe mit Verhaltenskodex

Die WAZ-Mediengruppe in Essen hat einen neuen Verhaltenskodex für ihren deutschen Markt erarbeitet. Er soll künftig die Spielregeln vorgeben, an die sich die Redakteure zu halten haben, sagte Unternehmenssprecher Paul Binder am 2. Mai 2007 in Essen. Die Gruppe reagiere damit auf Veränderungen in der Medienbranche. Der Verhaltenskodex, der unter anderem von Verlagsgesellschaftern, Geschäftsführung, An­zeigenleitung, Betriebsräten und zehn deutschen Chefredakteuren der Gruppe unterzeichnet wurde, enthält Regeln zu den Bereichen „Tren­nung von Redaktion und Werbung“ und „Unab­hängigkeit der Redaktionen“. Das Reglement umfasst Bereiche wie die inhaltliche und optische Trennung von redaktionellem Teil und Anzeigen oder das Verbot von Koppelungsgeschäften – etwa Anzeigenverkauf gegen Zusage redaktio­neller Beiträge. Redaktionsmitglieder dürfen zu­dem keine Geschenke annehmen, deren Wert über dem von geringfügigen Werbeartikeln liegt. Presserabatte über dem handelsüblichen Rah­men müssen der Chefredaktion angezeigt wer­den. Pressereisen auf Kosten von Veranstaltern müssen vor Zusagen kritisch geprüft werden. So genannte Lustreisen sind untersagt. Jedes Re­daktionsmitglied erhält den Kodex und ein Exemplar der publizistischen Grundsätze des deutschen Presserats. Geschäftsführer Bodo Hombach sagte dazu, es werde eine stärkere, massivere Trennung benötigt „zwischen dem, was Werbung, was der Versuch ist, Berichters­tattung zu infiltrieren, und was journalistische Leistung“ ist. Die Kontrollfunktion der Medien sei unverzichtbar in Deutschland, aber auch in Sü­dosteuropa. Dort ist die WAZ-Mediengruppe an mehreren Verlagen beteiligt und will, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, die Schulung der Redakteure dort ebenfalls vorantreiben.

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